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Dosenfix von Horst Wirtschnitzer Erfindung: Steckdosen-Einbau ganz einfach

Mit einer genial einfachen Erfindung des Elektroinstallateurs Horst Wirschnitzer wird die Montage von Steckdosen erleichtert. Der Dosenfix soll Handwerkern auf dem Bau nicht nur Zeit sparen, sondern auch bessere Ergebnisse liefern.

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Zeit sparen auf dem Bau: Mit der Montage-Vorrichtung „Dosenfix“ können bis zu fünf Steckdosen gleichzeitig in der Wand eingesetzt werden. -

Schon eine Elektrofibel aus dem Jahr 1949 schreibt fest, dass Steckdosen „nach dem Verputzen bündig liegen müssen“. Vor über 50 Jahren wurden die Dosen noch von Hand und in vielen Fällen nicht waagerecht und abschließend eingesetzt.

Inzwischen sollten doch bei jedem Hausbau ganz andere Standards gelten. Das dachte sich auch Elektroinstallateur Horst Wirschnitzer, als er bei Abnahmen von Elektroinstallationen auf zahlreichen Baustellen zu seiner großen Überraschung immer wieder Mängel beim Einbau feststellte.

Daraus entstand seine Idee, eine Vorrichtung zu konstruieren, die den Einsatz der Steckdosen erleichtert. Sein Konzept ließ er von Mitarbeiter und Techniker Peter Kleinteich eins zu eins umsetzen.

Montage gelingt immer

Mit der Montage-Vorrichtung, dem so genannten „Dosenfix“, können bis zu fünf Dosen gleichzeitig installiert werden. „Ob aneinandergereiht, einzeln, senkrecht oder waagerecht – das Ergebnis gelingt immer perfekt“, sagt Wirschnitzer. Das Dosenloch wird wie üblich in der Wand vorbereitet und dann werden die Steckdosen mit dem Dosenfix in der Wand ausgerichtet und fixiert. Zwei integrierte Wasserwaagen sorgen für die exakte Ausrichtung. Gegenüber der Montage per Hand sollen ein Abrutschen der Dosen während des Abbindevorgangs oder ein Verwinden bei aneinandergereihten Dosen nicht mehr möglich sein.

„Der „Dosenfix“ lässt sich bei allen handelsüblichen Unterputzdosen anwenden – egal ob für Steckdosen oder Unterputzdosen für Lichtschalter“, sagt der Erfinder. Gegenüber der herkömmlichen Montage könnten bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit eingespart werden. Die Vorrichtung ist sowohl bei nor­malen Mauerwänden einsetzbar als auch bei Hohlwänden mittels Zusatzschablone.

Der „Dosenfix“ ist inzwischen mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Bundespreis auf der Internationalen Handwerksmesse unter internationalen Erfinderpreisen.

Nachdem die Erfindung auf so großes Interesse stieß, hat Wirschnitzer die Vorrichtung nun noch um praktisches Zubehör erweitert. Ein Multifunktionsstativ beleuchtet während der Montage den Arbeitsplatz und bietet einen höhenverstellbaren Arbeitstisch. Auf einem Dokumententräger können zum Beispiel Bauskizzen angeheftet werden und an eine eigene Stromversorgung lassen sich Messgeräte anschließen. Der „Dosenfix“ kostet je nach Ausführung zwischen 379 und 589 Euro inklusive Multifunktionsstativ.

Weitere Informationen zum Dosenfix finden Sie unter elektro-wirschnitzer.de

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