Südthüringen -

Engagiert für Umweltschutz

GWT Energieanlagenbau GmbH Wasungen erhält Qualitätssiegel für umweltbewusstes Handeln

Seit Februar gehört GWT Energieanlagenbau GmbH Wasungen nach erfolgreicher Zertifizierung als erstes Handwerksunternehmen Südthüringens dem „Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe - QuB“ an.

Qualitätssiegel und Bestellungsurkunde nahmen der technische Geschäftsführer Dieter Mahler und Prokuristin Susanne Schmandt entgegen. Klaus-Jürgen Weisheit, technischer Betriebsberater der Handwerkskammer Südthüringen, und Winfried Matiss, Umweltberater vom Umweltzentrum Rudolstadt, gratulierten zur Aufnahme in den Verbund. GWT arbeitet seit vielen Jahren nach klar definierten Umweltzielen. So will sie für das laufende Jahr durch ein Fahrtraining der Mitarbeiter 2.500 l Kraftstoff einsparen. Durch den Betrieb einer Photovoltaikanlage werden 63.000 kWh Elektroenergie ins Netz eingespeist. Optimierungen von Verwaltungsabläufen sollen zu weiteren Energie- und damit Kosteneinsparungen beitragen. Das Unternehmen ist Teilnehmer am Thüringer Nachhaltigkeitsabkommen (NAT) und trägt das Umweltsiegel des Freistaates Thüringen.

Seit 2005 bietet der Freistaat Thüringen QuB-Zertifizierungen an. Zurzeit arbeiten rund 85 Unternehmen nach den Richtlinien. Davon meldeten sich allerdings bisher nur sieben Unternehmen zu Prüfungen an. Das Zertifikat muss alle zwei Jahre neu erworben werden. Gefördert wird die Zertifizierung durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie aus Mitteln des Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Etwa 3.500 Euro kostet die Prüfung, von denen 60 Prozent in Form einer vorbereitenden Beratung gefördert werden. Die Prüfung bei GWT Wasungen erfolgte durch einen Sachverständigen des TÜV Thüringen. „Eine QuB-Prüfung machte sich für uns notwendig, weil wir nur noch dadurch Aufträge bestimmter Unternehmen bekommen“, begründet Dieter Mahler die Entscheidung. Heute würden Fachqualifikationen mehr denn je über Auftragsvergaben entscheiden, fügt er hinzu und nennt als Beispiel das neue Arbeitsschutzmanagement SCC der chemischen Industrie, das die Messlatte für zukünftige Aufträge sehr hoch anlegt.

Zum Leistungsangebot des Unternehmens gehören wiederkehrende Prüfungen an Flüssiggaslagerbehältern und Rohrleitungen, die Prüfung der elektrotechnischen Anlagen an Autogastankstellen, Wartungsarbeiten an Flüssiggastankanlagen, Nacheichung von Flüssiggaszapfsäulen gemäß Eichordnung sowie
Reparaturen aller Art an Flüssiggasanlagen. Rund 75Großbehälter mit einem Fassungsvermögen von 60.000 l prüft das Unternehmen pro Jahr. Im Anlagenbau errichtet das Wasunger Handwerksunternehmen Füllanlagen für Ortsnetzversorgungsanlagen und Autogastankstellen. Mit Stolz verweist der technische Geschäftsführer darauf, dass GWT bislang 900 Tankstellen bundesweit gebaut hat. Weitere Geschäftsfelder sind der Einbau von Mikrogasturbinen auf der Basis von Flüssiggas sowie die Errichtung von Biogasanlagen zum Betreiben von Blockheizkraftwerken in Schwimmbädern und Saunen. „Der Flüssiggasmarkt ist ständig in Bewegung und bringt immer neue Anwendungsgebiete hervor“, sagt er zu aktuellen Entwicklungen.

Das QuB-Konzept basiert auf den Richtlinien des Qualitätsverbundes umweltbewusster Handwerksbetriebe (QuH) aus dem Jahr 1997 und war speziell auf die Umweltbedürfnisse des Handwerks ausgerichtet. Da jedoch auch viele Unternehmen anderer Wirtschaftsbereiche kleingliedrig strukturiert sind, öffnete sich der QuH auch für deren Anforderungen und so entstand der QuB. Grundvoraussetzung für eine Teilnahme ist die Einhaltung der gesetzlichen Umweltvorschriften. Als wichtige Kriterien gelten schriftliche Dokumentation über den Umgang mit Gefahrstoffen, Informationen über Umweltverträglichkeit verwendeter Stoffe und Produkte, Mitarbeiterschulungen zu Themen des Umweltschutzes, jährliche Realisierung mindestens einer Maßnahme zur Vermeidung negativer Umweltauswirkungen, regelmäßige externe Überwachung der umweltbewussten Betriebsführung und Veröffentlichung einer Umwelterklärung, mit der die Kunden über den Betrieb, seine Umweltrelevanz sowie QuB-Maßnahmen informiert werden.

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