Freiburg -

Europässe und Urkunden Engagement im europäischen Austausch gewürdigt

Vom norwegischen Åndalsnes über Marseille bis Vicenza – in die verschiedensten Ecken Europas zog es dieses Jahr Auszubildende und Ausbilder aus dem südbadischen Handwerk zum Austausch unter Kollegen.

Bei einer Feierstunde in der Freiburger Münsterbauhütte ehrte die Handwerkskammer Freiburg mit der Verleihung von Europässen und Urkunden Azubis und Betriebe für deren Engagement. Kammerpräsident Johannes Ullrich nahm die Ehrungen vor und unterstrich die Bedeutung von Auslandsaufenthalten: „Es ist immer gewinnbringend, über den eigenen Tellerrand zu schauen und Erfahrungen zu sammeln.“

Besonders hob Ullrich hervor, wie schön er die Bereitschaft der Betriebe findet, ihren Azubis die Praktika im Ausland zu ermöglichen. Das sei im betrieblichen Ablauf häufig mit einigem Mehraufwand verbunden – eine Investition, die sich aber für beide Seiten lohne. Erfreulich seien auch die Ausbilderreisen, bei denen Delegationen verschiedener Betriebe Ausbildungseinrichtungen und Betriebe im Ausland besuchen und in vielen Themenfeldern neue Eindrücke gewinnen. In Zeiten vermehrter EU-Kritik sei dies auch ein wichtiges Beispiel für die gelebte europäische Idee, so Ullrich.

Steigende Zahlen zeigen großes Interesse

Mit dem Europass hat die EU ein Instrument geschaffen, das Qualifikationen, Fähigkeiten und Kompetenzen europaweit einheitlich darstellt. Im „Europass Mobilität“ werden speziell Praktika und Arbeitserfahrungen im Ausland abgebildet.

Heike Schierbaum, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer, zog für 2018 ein durchweg positives Fazit. „Für mich ist es immer besonders schön, zu sehen, wie die Auszubildenden um so viele Erfahrungen bereichert von ihren Praktikumsorten zurückkommen und die Vertreter der Betriebe Inspirationen von den Kollegen teilweise sofort umsetzen.“

Die Mobilitätsberatung der Handwerkskammer setzt sich dafür ein, für an Auslandsaufenthalten Interessierte die organisatorischen Hürden so gering wie möglich zu gestalten und den europäischen Austausch zu fördern. Im vergangenen Jahr konnten die Zahlen der Auslandsaufenthalte im Vergleich zu den Vorjahren verdreifacht werden. Die internationale Mobilitätsberatung der Handwerkskammer Freiburg ist Teil der bundesweiten Initiative „Berufsbildung ohne Grenzen“ und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziell gefördert.

Mehr Infos zum Programm: hwk-freiburg.de/auslandspraktikum

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