Schwaben -

Energievorbild in Augsburg

Die Akademie der Handwerkskammer für Schwaben

Ein besonderes „Lob“ von der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ erfuhr vor Kurzem die Akademie der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) in der Siebentischstraße. Niedrige Heizkosten zeichnen die Akademie in puncto Energie aus, deshalb wurde sie in dem Blatt als ein Vorzeigeobjekt vorgestellt.

Das Niedrigenergiehaus verbraucht weniger Heizenergie als herkömmliche Gebäude, so dass ein Drittel geringere Kosten anfallen. Die Werkstätten neben dem Akademiegebäude, die bis zu 40 Jahre alt sind, brauchen mehr als viermal soviel Energie. Die neue Akademie gilt als ein Vorbild für öffentliche Verwaltungsbauten im Freistaat.

Diese Faktoren führen zu dem niedrigen Energieverbrauch: Das Gebäude verfügt über eine sehr gute Dämmung, hat ein Klimatechniksystem, das auf dem neuesten Stand ist, und die Fenster sind dreifach verglast. 60 Prozent der benötigten Wärme werden durch eine Wärmepumpe erzeugt. Den Rest liefert eine Hackschnitzelheizung. Hier wird Holz aus der Region verwendet. Allerdings muss die Anlage wie eine Ölheizung gereinigt werden. Die Kammer hat das Konzept umgesetzt, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Gebäude ist somit unabhängig von der Großwetterlage bei Erdgas.

Als Gegenbeispiel zum Paradeprojekt der HWK-Akademie wird in diesem Beitrag das Landesamt für Umwelt in Augsburg angeführt. Als Energiesparwunder geplant, wurde der Bau inzwischen vom Obersten Rechnungshof als Energieschleuder gerügt. Das angestrebte Konzept scheiterte, weil der Energiebedarf deutlich zu gering berechnet wurde. dhz

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