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Nur 31 Prozent in Deutschland erzeugt Energieverbrauch 2015 leicht angestiegen

Der Energieverbrauch in Deutschland ist vergangenes Jahr um ein Prozent gestiegen. Das lag vor allem an der kühleren Witterung im Vergleich zu 2014.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen deckte die heimische Energiegewinnung allerdings nur 31 Prozent des gesamten Verbrauchs von 13.306 Petajoule (PJ). Deutschland bleibt also von stark von Importen abhängig.

Für den Anstieg beim Energieverbrauch haben neben dem höheren Heizenergiebedarf auch die gute Konjunktur sowie der Bevölkerungszuwachs beigetragen. Allerdings konnte der Anstieg durch Steigerungen bei der Energieeffizienz weitgehend ausgeglichen werden, informiert die AG Energiebilanzen, die zudem davon ausgeht, dass die CO2-Emissionen kaum gestiegen sind. Der Verbrauchszuwachs entfiel demnach vor allem auf emissionsarme oder -freie Energieträger.

Energiegewinnung in Deutschland 2015

Allein der Verbrauch von Windkraft sei um 50 Prozent gestiegen, während der Verbrauch von Stein- und Braunkohle rückläufig war. Alle erneuerbaren Energien zusammen wuchsen um knapp 10 Prozent. Ein Minus von 6 Prozent verzeichnete die Kernenergie, was in erster Linie auf die Außerbetriebnahme des Atommeilers Grafenrheinfeld Mitte 2015 zurückzuführen sei.

Mit einem Plus von 5 Prozent legte der Verbrauch von Erdgas neben den erneuerbaren Energien am stärksten zu, was in erster Linie an der stärkeren Nachfrage nach Wärme im ersten Halbjahr lag. Praktisch unverändert blieb laut AG Energiebilanzen der Verbrauch von Mineralöl. Die höhere Nachfrage nach Diesel durch Bauwirtschaft und Verkehr, konnte durch geringeren Verbrauch von Benzin ausgeglichen werden, denn der Absatz von Fahrzeugen mit Ottomotor ging zurück. Der Verbrauch von Flugkraftstoffen und leichtem Heizöl lag 2015 in etwa auf Vorjahresniveau.

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