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Die weltbesten Eismacher Eis-WM: Deutscher gewinnt Sonderpreis

Kein WM-Titel für die Deutschen: Bei der Weltmeisterschaft der Eismacher in Rimini gewinnen die Australier. Ein deutscher Teilnehmer bekommt einen Sonderpreis.

Vanilleschoten, Mandeln, Kaffee und Karamell – das sind die Zutaten, die den entscheidenden Ausschlag gaben. Bei der Weltmeisterschaft der Eismacher, die vom 5. bis 7. September in Rimini stattfand, gewannen die Australier John und Sam Crowl mit ihrer Kreation "Mandorla Affogato". Die Plätze zwei und drei belegten Italiener. Der Ostfriese Frerk Veen von der "Kleinen Borkumer Eismacherei" räumte mit seinem Eis "Exotischer Sommertraum" einen Sonderpreis ab.

Adrian Colle, der deutsche Eismeister, ging mit seiner Kreation "Gewürze des Orients" leer aus. Auch der dritte deutsche Teilnehmer, Marco Vazzola aus Rheinland-Pfalz, konnte die Jury mit seinem Eis "Haselnussküsse" nicht überzeugen.

Eismacher nominieren sich gegenseitig

Für Colle war das Wochenende in Rimini vor allem "richtig anstrengend". "Wir standen teilweise zu viert in der Eisküche, das ist ziemlich eng", beschrieb der Halbitaliener seine Arbeitsbedingungen. Besonders abends nach dem Strandbesuch fanden viele Besucher den Weg ins Gelato-Camp.

Begonnen hatte das Finale bereits am Freitag, am Sonntag fiel die Entscheidung. Zuvor hatte jeder der 24 angetretenen Eismacher seine Kreation fünf Minuten lang Jury und Publikum gezeigt. 45 Prozent der Entscheidung lagen bei der Fachjury, 50 Prozent teilten sich Journalisten und das Publikum. Die restlichen fünf Prozent machten die Eismacher unter sich aus, jeder durfte eine Eissorte eines Konkurrenten nominieren.

Colle: Keine Zeit zum Baden

Sonderpreis-Gewinner Veen sagte, die Stimmung unter den Teilnehmern sei "sehr kollegial" gewesen, die Mitarbeiter herzlich. "Man fühlte sich willkommen", sagte er. Einig waren sich alle drei deutschen Teilnehmer: Dabei zu sein war eine große Ehre und Spaß hat es auch gemacht. Der einzige Wermutstropfen für Colle: "Es ist so tolles Wetter und das Meer liegt direkt vor der Tür, aber wir haben einfach keine Zeit zum Baden." dhz/dpa

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