Oberfranken -

Spitzen der IHK und des Bauernverbandes zu Gast Ein starkes Netzwerk für Oberfranken

Den Wirtschaftsstandort Oberfranken gemeinsam stärken – unter dieser Prämisse trafen sich am 27. April die Spitzen der Handwerks­kammer für Oberfranken sowie der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth zu ­einem Gespräch in den Räumen der HWK.

Schwerpunkt des Treffens bildeten Fragen der Standortpolitik für Oberfranken, des Fachkräftebedarfs wie auch eine verstärkte Zusammenarbeit von HWK und IHK auf regionaler Ebene.

Als "äußerst konstruktiv" und als "ein Treffen unter Freunden" bezeichnete Handwerkskammerpräsident Thomas Zimmer den Verlauf des Gesprächs. "Unser Ziel ist es", so Zimmer, "die ­hohe Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts nachhaltig zu stärken. Dies kann aber nur durch eine konstruktive Zusammenarbeit der ­einzelnen Institutionen gelingen."

Auch Hauptgeschäftsführer Thomas Koller bekräftigte die Wichtigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit der gesamten Wirtschaft Oberfrankens: "Wir ziehen alle am gleichen Strang – nur so lässt sich die Zukunft Oberfrankens erfolgreich gestalten." So haben sich aus dem Gespräch bereits erste konkrete Pläne ergeben. "Vor allem zu den Zukunftsthemen ,Digitalisierung‘, 'Fachkräfte‘, 'Verkehr‘ und 'Unternehmensnachfolge' möchten wir gemeinsam mit der IHK Veranstaltungen anbieten, die der gesamten oberfränkischen Wirtschaft zugutekommen. Auch im Bereich der Berufsorientierung an Schulen werden wir zukünftig verstärkt gemeinsam arbeiten", so der Hauptgeschäftsführer.

Ehrenamt stärken

Darüber hinaus ist eine engere Zusammenarbeit der einzelnen IHK-Gremien und der Kreishandwerkerschaften angedacht. Thomas Zimmer: "Auch das Ehrenamt der einzelnen Wirtschaftsgruppen möchten wir auf regionaler Ebene stärker vernetzen. Viele unserer Forderungen decken sich mit denen aus Industrie und Handel. Mit einer Zusammenarbeit wird es uns gelingen, noch schlagkräftiger agieren zu können." Neben der IHK möchte die Handwerkskammer zukünftig auch verstärkt mit weiteren Kooperationspartnern enger zusammenarbeiten. Diese sind u.a. die Metropolregion Nürnberg, die Technologieallianz Oberfranken oder auch der Bauernverband.

So waren dessen Vertreter, Präsident Hermann Greif und Dr. Wilhelm Böhmer, am 28. April zu Gast in der Handwerkskammer, um gemeinsame Themen von Landwirtschaft und Handwerk zu erörtern. Gerade die Landwirtschaft habe mit einer regelrechten Regelungswut seitens des Gesetzgebers zu kämpfen, so Greif. "Auch zwischen Handwerk und Landwirtschaft finden wir viele Verknüpfungen", so Thomas Koller. "Vor allem im ­Bereich der Bürokratiebelastung möchten wir in Zukunft gemeinsam agieren, um unnötige und kostentreibende Verfahren für unsere Betriebe zu reduzieren."

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