Beruflich unterwegs -

Geldwerter Vorteil beim Firmenfahrzeug Ein-Prozent-Regelung gilt für Gebrauchtwagen

Jetzt ist es amtlich. Kauft ein Unternehmer ein Gebrauchtfahrzeug und nutzt dieses auch privat, ist bei Ermittlung des Betrags für die Privatnutzung nach der Ein-Prozent-Regelung vom Bruttolistenpreis ohne Abschläge auszugehen. Auf ein aktuelles Urteil dazu verwies nun der Bundesfinanzhof.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs
gebraucht-pkw
Auch bei einem Gebrauchtwagen kann der Listenpreis herangezogen werden. -

Beispiel: Sie kaufen sich einen gebrauchten Firmenwagen für 20.000 Euro zzgl. 3.800 Euro Umsatzsteuer, der bei Erstzulassung von sechs Jahren noch 40.000 Euro zzgl. 7.600 Euro Umsatzsteuer gekostet hat. Sie nutzen diesen Firmenwagen auch privat. Ein Fahrtenbuch wird nicht geführt:

Ermittlung des zu versteuernden Privatanteils

  So dürfen Sie nicht rechnen So müssen Sie rechnen
Grundlage für die Ein-Prozent-Regelung 19.040 Euro (23.800 abzgl. 20 Prozent) 47.600 Euro
Für die Privatnutzung zu versteuern 190 Euro/Monat 476 Euro/Monat

Die Begründung des Bundesfinanzhofs: Die Ein-Prozent-Regelung stellt eine Vereinfachungsregelung dar. Und eine weitere Vergünstigung zu dieser Vereinfachungsregelung ist nicht vorgesehen und wäre wohl zu viel des Guten.

Tipp: Wer sich über dieses Urteil aufregt und meint, dass er zu viel für die Privatnutzung seines Firmenwagens versteuert, bekommt von den Richtern des Bundesfinanzhofs zwischen den Zeilen seines Urteils ein probates Gegenmittel genannt. Die Ein-Prozent-Regelung lässt sich durch die Führung eines Fahrtenbuchs vermeiden.

(BFH, Urteil v. 13.12.2012, Az. VI R 51/11; veröffentlicht am 6.3.2013).

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

Mehr zum Thema
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten