Oberfranken -

Generationenfreundlich Ein Plus an Komfort

Künftig weist ein Siegel aus Glas bei sieben Betrieben aus dem Raum Neustadt b. Coburg darauf hin, dass sie sich zum „Generationenfreundlicher Betrieb für Service + Komfort“ qualifiziert haben.

Die Teilnehmer haben den Kurs „Barrierefreies und technikunterstütztes Leben (im Alter)“ der HWK für Oberfranken besucht und damit neuen Service für die Kunden und neue Chancen für das Handwerk kennengelernt. Jetzt fand die Übergabe der Zertifikate im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Coburg der HWK statt.

Das Siegel und das entsprechende Zertifikat machen für die Verbraucher sichtbar, dass sich der Handwerker mit den sich verändernden Bedürfnissen der älter werdenden Kunden befasst hat und über sein handwerkliches Know-how hinaus ein kompetenter Ratgeber für alle Belange einer Umgestaltung und Anpassung von Wohnraum ist. „Wir sehen diese Qualifizierung als die notwendige Basis an, um die Betriebe in die Lage zu versetzen, barrierefrei zu bauen und zu modernisieren und die Kunden entsprechend zu beraten und zu sensibilisieren“, erklärt der Fachbereichsleiter Elektrotechnik an der HWK für Oberfranken, Heiko Betz, der die Schulung in Coburg leitete.

Das mit dem Kurs verbundene Siegel „Generationenfreundlicher Betrieb für Service + Komfort“ hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und Fachverbänden entwickelt.

Ein überzeugter Verfechter der Qualifizierung ist der Geschäftsführer der Kommunalbetriebe Neustadt GmbH, Dipl.-Ing. Armin Münzenberger. Die Kommunalbetriebe haben die HWK-Schulung bereits 2016 absolviert und sind seitdem entsprechend zertifiziert. Münzenberger motiviert immer wieder weitere Mitarbeiter der Kommunalbetriebe und auch Handwerker aus deren Umfeld dazu, sich entsprechend zu qualifizieren.

Warum? „Wir stellen bei unseren Modernisierungsberatungen immer wieder fest, dass es Sinn macht, sich ein Gebäude, das man sich für eine energetische Sanierung ansieht, gleich auch unter dem Aspekt der Barrierefreiheit und Technikunterstützung zu begutachten.“ Gerade für Menschen, die sich dem Rentenalter nähern, sei es wichtig, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten und technischen Helfern für ein selbstbestimmtes Leben und Wohnen in den eigenen vier Wänden zu befassen.

Der Geschäftsführer der Kommunalbetriebe Neustadt GmbH lässt dabei keine Berührungsängste gelten. „Das ist doch ganz einfach: Solange der Mensch keine Einschränkungen hat, genießt er durch die Barrierefreiheit und die Technikunterstützung einfach ein Plus an Komfort. Sollte es dann doch schwieriger werden, steht der Nutzen für die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit im Vordergrund.“

Die HWK ist in Oberfranken der Vorreiter für die entsprechende Zertifizierung und will die hiesigen Handwerker vor allem für die speziellen Bedürfnisse der älter werdenden Kunden qualifizieren und sensibilisieren. „Menschen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen, haben andere Ansprüche an die Ansprache, aber auch an ihr Wohnumfeld“, erläutert der Fachbereichsleiter Elektrotechnik, Heiko Betz. „Dafür wissen diese handwerkliche Qualität auch zu schätzen.“ Betriebe, die das Zertifikat „Generationenfreundlicher Betrieb für Service + Komfort“ erhalten haben:
  • Bauglaserei Bieberach, Neustadt b. Coburg
  • Radio-Müller GmbH & Co.KG, Neustadt b. ­Coburg
  • N. Gärtner Maler GmbH, Neustadt b. Coburg
  • Bäder der Stadt Neustadt GmbH, Neustadt b. Coburg
  • A. Martin Bau GmbH & Co.KG, Neustadt b. ­Coburg
  • Rölke Heizungs- und Lüftungsbau GmbH, ­Neustadt b. Coburg
  • Kommunalbetriebe Neustadt GmbH, Neustadt b. Coburg
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