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Geldanlage Elektromobilität: Markt mit Chancen und vielen ungeklärten Fragen

Trendthema E-Mobilität: Neben Autos gehören Fahrräder und Roller, aber auch verbundene Bereiche wie die Energiespeicherung und die Infrastruktur zu dem Wachstumsfeld. Der Markt birgt für private Anleger allerdings Risiken. Viele Fragen sind noch ungeklärt. E-Mobilität ist als Anlagethema mit Vorsicht zu genießen.

Nahezu jeder Autohersteller ist gezwungen, im Segment der Elektromobilität aufgrund der CO2-Umweltauflagen zu investieren und seine Flotte nach und nach umzurüsten. Sei es auf Hybride oder vollständig elektrische Antriebe. Die Richtung ist somit klar. Der Weg und Zeithorizont sind es noch nicht. Welcher Hersteller macht das Rennen und bringt das effizienteste Fahrzeug zeitnah auf den Markt? Ändert sich dadurch das Kaufverhalten? Bleiben die bekannten Premiummarken auch bei E-Autos führend oder laufen die Asiaten den Europäern und Amerikanern den Rang ab? China ist bereits wesentlich fortgeschrittener in diesem Bereich als Europa. Bekommt E-Mobilität Konkurrenz durch Wasserstoffantriebe? Wird eine ausreichende Infrastruktur rechtzeitig zur Verfügung gestellt? Es gibt aktuell noch viele Fragen zu klären.

E-Autos: Bislang kaum eine kostenneutrale Herstellung

Zu beachten ist, dass bisher die wenigsten E-Modelle kostenneutral hergestellt werden. Geschweige denn, dass die Unternehmen vergleichbare Margen, wie mit ihren Verbrennermodellen, erwirtschaften können. Auch das Thema Energiespeicherung ist derzeit eher kritisch zu sehen. Können die benötigten Batteriekapazitäten rohstoffseitig überhaupt in so großen Stückzahlen produziert werden, wie diese von Seiten der Politik und der Hersteller gewünscht werden?

Viele dieser Fragen können noch nicht ausreichend beantwortet werden. Um die Risiken einer Fehleinschätzung möglichst gering zu halten, sollten Anleger bei Einzelaktieninvestments über mehrere Unternehmen streuen. Hersteller wie BMW, Daimler, der chinesische Auto- und Batteriehersteller BYD oder Tesla, Zulieferer wie Continental, Leoni oder Aumann, Energiespeicherhersteller wie LG, CATL, BYD, Panasonic oder Umicore, Infrastrukturanbieter wie Innogy oder E.ON sind teilweise bereichsübergreifend tätig. Daneben gibt es viele kleine Startups, die ihre zukünftige Stellung erst einmal finden, festigen oder aber auch verlieren werden.

E-Mobilität: Eher auf Einzelinvestments setzen

In ETFs können Anleger bereits mit geringen Beträgen breit investieren. Über die Platzhirsche iShares und Xtrackers können Anleger die Sektoren Elektrofahrzeuge und autonomes Fahren abdecken ISIN:IE00BGL86Z12 und Xtrackers Future Mobility ISIN:IE00BGV5VR99). Beide ETFs bilden physisch ab.

Bislang hat die Nachfrage nach E-Autos die Erwartungen der Branche eher enttäuscht. Im Gegensatz dazu ist die Nachfrage bei E-Bikes und E-Rollern höher. Diese beiden Mobilitätsarten werden durch Sharingkonzepte unterstützt. Berücksichtigt man die disruptiven Tendenzen, welche man innerhalb des Automobilsektors bereits jetzt beobachten kann, so wird das Potenzial deutlich.

Gastautor: Jan-Patrick Weuthen ist Senior-Portfoliomanager bei der B&K Vermögen GmbH in Köln

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