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EEG und Eigenstromerzeuger EEG-Umlage: Eigenstromerzeuger müssen vorerst nicht zahlen

Das EEG gilt ab dem 1.August 2014. Demnach sollen auch Eigenstromerzeuger die EEG-Umlage anteilig zahlen. Doch nun auf einmal doch nicht. Wie es nun weitergeht…

Gemäß des Erneuerbaren Energie-Gesetzes (EEG) müssen auch Eigenstromerzeuger seit dem 1. August 2014 die EEG-Umlage anteilig bezahlen. Allerdings ist die Abwicklung von den Übertragungsnetzbetreibern vorläufig ausgesetzt, da das novellierte Gesetz noch nicht in Kraft getreten ist. Das teilt der Verband VfW mit.

Noch keine Ausarbeitung für Eigenstromerzeuger

Grund für die Aussetzung ist, dass die Verordnung nach § 91 Nr. 7 EEG 2014, in der das Verfahren zur Abwicklung der EEG-Umlage für Eigenversorger geregelt werden soll, vom Bundeswirtschaftsministerium noch nicht vollends ausgearbeitet wurde. Von anderer Stelle heißt es, der Entwurf zur Verordnung soll im Herbst vorliegen und spätestens Anfang 2015 in Kraft treten, wie der Verband weiter berichtet.

Nach § 37 EEG haben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen für jede an den Letztverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Durch die Umlage sollen die Kosten für die Nutzung des Netzes gedeckt werden. Die Eigenstromerzeugung mit der Umlage zu belasten ist neu und stößt auf massive Kritik seitens des VfW und anderer Verbände.

Belastung mit EEG-Umlage für Eigenstromerzeuger noch unklar

Laut Angaben des VfW werden keine Abschlagsrechnungen gezahlt, solange nicht klar ist, wer die Umlage auf den Eigenstromverbrauch erhebt.  Darüber hinaus ist es laut VfW auch nicht voraussehbar, ob die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch  rückwirkend ab dem 01.08.2014 erhoben wird. Die Empfehlung lautet daher zur Sicherheit bereits Rücklagen zu bilden und ggf. mit Mehrkosten zu rechnen. dhz

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