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Steuertipp E-Nutzfahrzeuge: Wie müssen Zuschüsse steuerlich behandelt werden?

Handwerker können im Rahmen eines Förderprogrammes des Bundesverkehrsministeriums für neue E-Fahrzeuge einen Zuschuss beantragen. Die Antragsfrist endet am 14. September. Welche steuerlichen Besonderheiten müssen bei der Beantragung beachtet werden?

50 Millionen Euro stehen für Handwerksbetriebe bereit, die in klimafreundliche Nutzfahrzeuge investieren möchten. Wichtig: Antragsende für den Zuschuss ist der 14. September 2020 und das Geld wird nach dem "Windhund-Verfahren" verteilt. Das bedeutet: Der Zuschuss wird nach dem Zeitpunkt der Antragstellung vergeben, bis keine Geld mehr im Fördertopf ist.

Informationen zu den Voraussetzungen für die Förderung und zur Höhe der Zuschüsse finden Sie hier.

Steuerliche Behandlung der Zuschüsse

Steuerlich haben Sie ein Wahlrecht. Solcher Zuschüsse können Sie entweder in voller Höhe den Betriebseinnahmen zuschlagen und versteuern oder Sie mindern die Anschaffungskosten des Elektro-Nutzfahrzeugs um den Zuschuss und können somit nur eine geringere Abschreibung als Betriebsausgabe geltend machen (Richtlinie 6.5 Abs. 2 der Einkommensteuerrichtlinien).

Beispiel: Sie erwerben ein Elektronfahrzeug (Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug) für netto 55.000 Euro. Dafür gibt es einen staatlichen Förderzuschuss von 5.000 Euro und einen Händlerzuschuss von 2.500 Euro. Folge: Sie können diese 7.500 Euro Zuschuss nun in voller Höhe als Betriebseinnahme versteuern oder Sie reduzieren die Anschaffungskosten auf 47.500 Euro und können nur diesen Betrag über die nächsten sechs Jahre verteilt abschreiben.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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