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Europäischer Erfinderpreis Dübel-Erfinder für Lebenswerk geehrt

Der Dübel-Erfinder Artur Fischer entwickelte mehr als 1100 Patente und Gebrauchsmuster. Nun wurde er mit dem Europäischen Erfinderpreis für sein Lebenswerk geehrt.

Für fast ein Jahrhundert voller Forschungsgeist ist Deutschlands "Dübel-König" Artur Fischer mit dem Europäischen Erfinderpreis geehrt worden.

Der 94-jährige Tüftler aus dem Schwarzwald ist einer von fünf Preisträgern, die das Europäische Patentamt (EPA) mit dem begehrten "Innovations-Oscar" ausgezeichnet hat. Der Preis wird seit 2006 jährlich vom EPA vergeben.

Einer der erfolgreichsten Erfinder aller Zeiten

Artur Fischer aus Waldachtal (Baden-Württemberg) sei mit über 1100 Patenten und Gebrauchsmustern einer der erfolgreichsten Erfinder aller Zeiten, würdigte das Epa sein Lebenswerk. Er erfand neben dem weltbekannten Spreiz-Dübel auch einen Blitzlichtwürfel für Fotoapparate und den beliebten Konstruktions-Baukasten. Fischer ist gelernter Bauschlosser, sein Vater war Schneider.

Neugier bei Kindern fördern

Eltern sollten die Neugier ihrer Kinder fördern und bewahren, betonte Fischer in seiner Dankesrede. "Das Kind muss in uns bleiben. Wir brauchen Menschen, die finden und erfinden. Und gescheite Leute behaupten, dass Erfinden von der Seele kommt." Schon früh habe er geahnt, dass Erfindergeist in ihm schlummere, so Fischer. "Ich hatte immer im Kopf, dass ich Ingenieur werden will."

"Der Erfindergeist und die Kreativität der Geehrten stehen stellvertretend für Europas Stellung als führende Technologieregion", betonte Epa-Präsident Benoît Battistelli bei der Preisverleihung, an der auch Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) teilnahm. dpa/meh

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