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Konjunktur DIW senkt Wachstumsprognose

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr leicht gesenkt, obwohl die Berliner Forscher weiterhin mit der Fortsetzung des Aufschwungs rechnen.

Nach 2,1 Prozent erwarten die Forscher nun eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent. Die Bundesregierung erwartet für 2008 ein BIP-Plus von 1,7 Prozent. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 2,5 Prozent gewachsen. Mit ihrer Schätzung für 2008 liegen die Berliner Forscher weiter am oberen Rand der Prognosen anderer Institute.

"Wir stimmen nicht mit dem um sich greifenden Konjunkturpessimismus überein und haben für Deutschland immer noch eine Fortsetzung des Aufschwungs auf der Rechnung", sagte der neue Leiter der DIW-Konjunkturabteilung, Christian Dreger. Für 2009 erwartet das DIW ein BIP-Plus von 1,6 Prozent.

Die Turbulenzen im Zuge der Finanzkrise haben die Konsumdynamik in den USA verlangsamt und die Wachstumsaussichten deutlich reduziert, erläuterten die Forscher. Damit entwickele sich die Weltwirtschaft etwas schwächer als noch zu Jahresbeginn erwartet.

Zusammen mit dem starken Euro dämpfe dies die Ausfuhren der Unternehmen. Allerdings stehe ein abrupter Einbruch der Exportkonjunktur in Deutschland nicht bevor.

Konsum kommt in Gang

Der Aufschwung in Deutschland werde vor allem von der Erholung des privaten Konsums getragen, der im weiteren Verlauf wegen der günstigeren Arbeitsmarktentwicklung zunehmend in Gang kommt, sind sich die Forscher sicher. Die Binnenkonjunktur werde allerdings noch von hohen Preissteigerungen im Energie- und Lebensmittelbereich belastet. Diese bildeten sich allmählich zurück, da die Preisschocks des letzten Jahres noch nicht vollständig verarbeitet seien. Die Inflationsrate werde in diesem Jahr bei 2,6 Prozent liegen, im nächsten Jahr würden es dann 1,8 Prozent sein.

ddp

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