Beruflich unterwegs -

Firmenfahrzeuge im Ausland Dienstwagenüberlassung an ausländische Mitarbeiter

Überlassen Sie einem Mitarbeiter ein betriebliches Fahrzeug als Dienstwagen, so gilt das umsatzsteuerlich als Vermietung. Das hat zur Folge, dass die Überlassung umsatzsteuerlich dort zu erfassen ist, wo der Arbeitnehmer wohnt.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

Hat Ihr Arbeitnehmer seinen Wohnsitz in Deutschland, ist das kein Problem. Beschäftigen Sie jedoch Mitarbeiter mit einem Wohnsitz im Ausland (Frankreich, Österreich, etc.), die jeden Tag mit ihrem Dienstwagen nach Deutschland zur Arbeit pendeln, kann das zu steuerlichen Problemen führen.

In welchem Land die Umsatzsteuer zu zahlen ist

Das Bundesfinanzministerium weist aktuell darauf hin, dass bei einer langfristigen Vermietung der Ort der Vermietungsleistung am Wohnsitz des Arbeitnehmers liegt (§ 3a Abs. 3  Nr. 2 UStG). Die Umsatzsteuer muss also an den ausländischen Fiskus abgeführt werden, wenn der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz im Ausland hat (BMF, Schreiben v. 12.9.2013, Az. IV D 3 – S 7117-e/13/10001).

Dass auch die Überlassung eines Dienstwagens zur Vermietung im Sinn dieser Vorschrift gehört, ist in Abschnitt 3a.5 Abs. 2 Satz 5 des Umsatzsteueranwendungserlasses klargestellt.

Tipp: Diese Neuregelung zur Umsatzsteuer für Mitarbeiter mit Wohnsitz im Ausland, die einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt bekommen, ist übrigens bereits seit 30.6.2013 anzuwenden. Betroffene Unternehmen sollten unbedingt das Gespräch mit ihrem Steuerberater suchen. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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