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Steuertipp Dienstwagen: Keine Extrawurst bei den neuen Steuerspielregeln

Wer seinem Arbeitnehmer einen Elektro- bzw. Hybrid-Dienstwagen zur Verfügung stellt, der nach dem 31. Dezember 2018 gekauft, hergestellt oder geleast wurde, profitiert von Vergünstigungen bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils. Doch was ist mit Fahrzeugen, die vor diesem Termin angeschafft wurden?

Bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils für Privatfahrten und für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte nach der Ein-Prozent-Regelung bzw. nach der 0,03-Prozent-Regelung ist der Bruttolistenpreis für solche Fahrzeuge nur zur Hälfte heranzuziehen.

Wird ein Fahrtenbuch geführt, gilt Folgendes: Bei Kauf oder Herstellung des Elektro- bzw. Hybrid-Elektrodienstwagens ist die Pkw-Abschreibung nur zu 50 Prozent in die Gesamtkosten des Dienstwagens einzubeziehen. Ist das Fahrzeug nur geleast, sind die Leasinggebühren bei Ermittlung des geldwerten Vorteils nur zur Hälfte in die Gesamtkosten einzubeziehen.

Steuertipp: Wurden solche Fahrzeuge bereits vor dem 1. Januar 2019 angeschafft, hergestellt oder geleast und ab 1. Januar 2019 einem Arbeitnehmer erstmals zur Verfügung gestellt, greifen die neuen Steuervergünstigungen nicht (BMF-Schreiben vom 19. Dezember 2018 an Verband der Automobilindustrie). dhz

Im DHZ Steuerarchiv finden Sie weitere Steuertipps.

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