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Wenn der Arbeitsplatz auf Wanderschaft geht Die Werkbank wird mobil

Fahrzeugeinrichter Kögl hat die weltweit erste selbstfahrende Werkbank entwickelt, die jetzt in den Handel kommt. Aber sie bietet noch viel mehr.

Die Werkbank ist Teil des neuen Einrichtungskonzeptes Garant Grid-Line, das von der Hoffmann-Gruppe auf der Logistikmesse Logimat in Stuttgart vorgestellt wurde. Damit reagiert der Münchener Anbieter von Qualitätswerkzeugen auf die sich immer stärker verändernden Arbeitswelt. Konzipiert wurde die Werkbank bei der Firma Kögl in Bubesheim bei Günzburg, die dabei auf ihr Know-how aus der Fahrzeugeinrichtung zurückgreifen konnte.

Die Bedienung der elektrisch angetriebenen Werkbank sei denkbar einfach, informiert der Hersteller. Mit nur einer Hand am Lenkgriff kann sie vom Mitarbeiter mühelos vor- und rückwärts bewegt werden – und das stufenlos bis zu einer Geschwindigkeit von 4 km/h. Dank ihrer relativ großen Räder von 125 mm Durchmesser können sogar Türschwellen überwunden werden. Hochwertige Kugellager sorgen laut Kögl für die nötige Laufruhe. Feststeller an den Lenkrollen ermöglichen ein sicheres Arretieren an Ort und Stelle. Danach werden für einen sicheren Stand die Füße elektrisch ausgefahren.

Die rollende Werkbank mit einer Tragfähigkeit von bis zu 400 kg lässt sich allerdings nicht nur im Ganzen bewegen. Über eine Taste kann außerdem die Arbeitshöhe zwischen 860 und 1.050 mm verstellt werden, um an ihr möglichst ermüdungsfrei und rückenschonend arbeiten zu können. Der Akku liefert laut Hersteller bis zu acht Stunden lang Strom für den mobilen Betrieb von Elektrowerkzeugen, Rechnern oder Leuchtmittel. Aufbauten wie Lochwände, Easyfix-Haken, Ablagetablare oder Beleuchtungen sollen zusätzlichen Service bieten.

Mit der selbstfahrenden und höhenverstellbaren Werkbank wird es Handwerkern erstmals möglich, ihren kompletten Arbeitsplatz ohne großen Kraftaufwand an einen anderen Ort zu verlegen. ste

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