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Internationale Funkausstellung in Berlin IFA: Das sind die neuen Technik-Trends

Ein Röhren-Rundfunkempfänger war der Messehit bei der 1. Großen Deutschen Funkausstellung 1924. Zum 90. Jubliäum der IFA haben die Aussteller schlaue Uhren, gebogene Fernseher und ferngesteuerte Kaffeemaschinen im Gepäck.

Samsung Galaxy Note Edge
Samsung hat noch eine zweite Variante des Note 4 dabei. Das Galaxy Note Edge hat am rechten Rand einen gewölbten Display auf dem sich nützliche Zusatzinformationen einblenden lassen. -

In diesem Jahr feiert die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin ihren 90. Geburtstag. Zu den wichtigsten Neuheiten zählen die so genannten "Wearables", am Körper tragbare Technik wie Uhren und Fitnessbänder. Ein Blick in die Koffer der Aussteller.

Computer fürs Handgelenk

Im vergangenen Jahr waren Uhren wie die Samsung Galaxy Gear, die mit dem Smartphone kommunizieren, noch eine Seltenheit auf der IFA. In diesem Jahr ziehen viele Hersteller nach oder bringen schon verbesserte Modelle mit nach Berlin.

LG G Watch R
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Besonders interessant ist die G Watch R von LG. Es ist die erste Uhr mit einem runden Bildschirm und Googles Betriebssystem Android. Das 1,3 Zoll große Display funktioniert mit OLED-Technik, einer organischen Leuchtdiode, die für einen besonders scharfen und blickwinkelstabilen Bildeindruck sorgen soll.

Der runde Bildschirm ist in ein Gehäuse aus Edelstahl eingefasst, das Armband ist aus Kalbsleder. Damit will LG die Ästhetik herkömmlichen Uhren erreichen. Der Marktpreis soll bei 299 Euro liegen.

Samsung kontert mit der Gear S, die über ein eigenes Mobilfunkmodul verfügt. Damit lässt sich die Uhr auch unabhängig von einem Smartphone zum Telefonieren und Internetsurfen nutzen.

Technik-Neuheiten im Herbst

Gebogene Fernseher

Auch Fernseher bringt LG mit zur Messe und könnte unter anderem den 105UC9 zeigen. Der gebogene Fernseher in Cinemascop-Format von 21:9 soll das Kinogefühl nach Hause holen. Mit einer Diagonalen von 2,67 Metern braucht es aber auch fast einen eigenen Kinosaal, um den Fernseher aufzustellen.

Loewe Art
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Wenn es etwas kleiner sein darf, lohnt sich ein Besuch am Stand von Philips. Der 65PUS9809 ist mit Googles Betriebssystem Android ausgestattet und bietet vollen Zugriff auf den Play-Store mit Millionen Filmen und Apps. Außerdem spendiert Philips dem Fernseher auf allen vier Geräteseiten sein patentiertes Ambilight. Das LED-Licht erweitert den Bildinhalt, indem es die Farben des Fernsehbildes an die Wohnzimmerwand projiziert.

"Kein Fernseher der Welt wechselt so schnell den Sender wie der Loewe Art", verspricht der deutsche Fernsehhersteller Loewe mit seinem neuen Modell. Über die Funktion MyTV2Move kann das laufende Fernsehprogramm – oder auch ein anderes, zweites Programm – mit einem Tastendruck auf das Tablet oder Smartphone übertragen werden.

Smartphones neu aufgelegt

Erfolgreiches kommt wieder. Das gilt für die Smartphone-Neuheiten der IFA. Samsung wird auf der Messe die vierte Auflage seines Galaxy Note vorstellen, das vor drei Jahren auf der IFA seine Premiere feierte.

Samsung Galaxy Alpha
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Wie die Vorgänger siedelt sich das Note 4 mit seiner XXL-Größe zwischen klassischen Smartphones und Tablets an. Auch wieder dabei ist der S Pen, ein integrierter Stift, mit dem sich auf dem Bildschirm zeichnen und schreiben lässt. Sonst gilt wie bei den Nachfolgemodellen anderer Hersteller auf der IFA: wenig Neues, aber von allem etwas mehr. Sony wird das Xperia Z3 vorstellen und Motorola voraussichtlich die Nachfolger Moto G2 und Moto X+1. Zudem will LG eine technisch ausgedünnte Stift-Variante seine Flaggschiffs G3 in Berlin zeigen.

Interessant sind Neuerscheinungen wie das Samsung Galaxy Alpha. Es verfügt über einen Rahmen aus Metall anstatt Plastik, der dem Smartphone mehr Wertigkeit verleiht als andere Samsung-Modelle. Neue Lumia-Geräte hat Microsoft im Gepäck. Zuletzt sorgte der Konzern mit sehr günstigen und gut ausgestatten Geräten für Aufsehen.

Profi-Tablets

Microsoft Surface Pro 3
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Besucher werden am Microsoft-Stand auch das Business-Tablet Surface Pro 3 ausprobieren können, das für 799 Euro im Handel erhältlich ist. Das Gerät soll nicht nur im Tablet-Modus überzeugen, sondern auch als vollwertiges Notebook für Unternehmer geeignet sein. Der im Lieferumfang enthaltene Surface Pen macht das Pro 3 im Zusammenspiel mit der Software One-Note zu einem praktischen Notizblock. Dem mobilen Einsatz kommt ein geringeres Gewicht und eine schmalere Bauform als beim Vorgänger zugute.

Das Motto "weniger Business, mehr Spaß" trifft auf das Chromebook 13 von Acer zu. Es läuft mit dem Google-Betriebssystem Chrome OS. Das bedeutet weniger Software-Auswahl als bei einem Windows-Notebook. Der Nutzer greift auf internetbasierte Anwendungen zu. Dafür verspricht das Chromebook ab 299 US-Dollar schnelle Ladezeiten und eine Laufzeit von bis zu 13 Stunden.

Saeco GranBaristo
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Vernetzter Haushalt

Intelligente Haushaltsgeräte zeigt auf der IFA zum Beispiel Siemens. Der Backofen iQ 700 soll laut Hersteller "die Naturgesetze des Backens aushebeln". Durch neue Funktionen soll etwa eine herkömmliche Tiefkühlpizza schon nach zwölf anstatt zwanzig Minuten fertig sein. Steuern lässt sich der Backofen nicht nur per Hand, sondern auch vom Sofa aus über Smartphone oder Tablet.

Digital vernetzt ist auch die Kaffeemaschine Saeco GranBaristo Avanti. Ob Cappuccino oder Latte Macchiato – über eine App lässt sich am Tablet der persönliche Lieblingskaffee bis ins kleinste Detail zusammenstellen, der dann über eine Bluetooth-Verbindung von der Kaffeemaschine ausgegeben wird. Der Einführungspreis liegt bei rund 1.600 Euro.

Mehr zur IFA lesen Sie in Kürze auf DHZ online.

Die Fakten zur Messe

Die Internationale Funkausstellung findet in diesem Jahr vom 5. bis 10. September auf dem Berliner Messegelände statt. Über 1.000 internationale Aussteller präsentieren ihre Technik-Neuheiten auf 149.500 Quadratmetern. Eine Tageskarte ist vor Ort für 17 Euro erhältlich, ein Familienticket kostet 35 Euro und Schüler zahlen acht Euro.

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