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DHZ-Info Die Qualifizierungsinitiative im Überblick

"Aufstieg durch Bildung" heißt die Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung, die vor allem Jugendlichen ohne Lehrstelle eine zweite Chance einräumen soll. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) zufolge wird der Bund dafür in den nächsten drei Jahren rund 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die wichtigsten Regelungen im Überblick.

  • Frühkindliche Bildung: Die frühkindliche Bildung in den Kindertagesstätten soll gestärkt werden. Dazu wird eine Fortbildungsinitiative für 80 000 Erzieher und Tagespflegepersonal im Frühjahr gestartet, für die rund zwei Millionen Euro bereitgestellt werden.
  • Ausbildungsplätze für Altbewerber: Mit einem Ausbildungsbonus für Betriebe sollen zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für Altbewerber, also Jugendliche, die im ersten Anlauf keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, gewonnen werden. Diese müssen allerdings über einen Hauptschul- oder Realabschluss verfügen. Der Bonus für die Betriebe kann je nach Ausbildungsvergütung gestaffelt zwischen 4.000 und 6.000 Euro betragen. Insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren rund 100.000 Altbewerber so eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen. Die Mittel von rund 350 Millionen soll die Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Verfügung stellen.
  • Aufstiegsstipendien: Das Bildungssystem soll durchlässiger werden. Deshalb wird es nach dem Willen der Bundesregierung künftig für diejenigen Aufstiegsstipendien geben, die sich aus der beruflichen Bildung heraus für ein Hochschulstudium qualifizieren, also kein Abitur abgelegt haben. Die Stipendien sollen sich an den Bafög-Sätzen orientieren. Außerdem wird das Meister-Bafög erhöht.
  • Übergang von der Schule zur Hochschule: Die Bundesregierung hält an dem im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ziel fest, künftig 40 Prozent eines Altersjahrgangs für ein Hochschulstudium zu gewinnen. Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) soll in Abstimmung mit den Ländern zu einer Serviceagentur reformiert werden, um Studienplätze besser und schneller zu vermitteln als bislang.
  • Bekämpfung des Fachkräftemangels: Ein "freiwilliges technisches Jahr" in einer Forschungseinrichtung oder einem Unternehmen als Anreiz für technische Berufe soll mit rund vier Millionen Euro gefördert werden. Ein Pakt speziell für Frauen in MINT-Berufen (MINT= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) soll realistische Berufsbilder vermitteln und motivieren, ein MINT-Fach zu studieren.
  • Weiterbildung: Die Weiterbildungsbeteiligung soll bis 2015 auf 50 Prozent gesteigert werden. Hierzu strebt die Bundesregierung mit den Ländern, Kommunen und Sozialpartnern eine Weiterbildungsallianz an.

ddp

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