Elektromobilität -

2.500 Ford Transit mit E-Antrieb bis Ende 2018 E-Transporter der Post: Existenzretter für das Handwerk?

Ist die Post der große Gewinner des Diesel-Gipfels? Der elektronisch angetriebene Streetscooter des Unternehmens flitzt mittlerweile vielerorts über die Straßen. Ein größerer E-Transporter soll noch in diesem Jahr folgen – und könnte zahlreichen Handwerksbetrieben die Existenz retten.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Elektromobilität

Handwerksbetriebe bangen um ihre Zukunft. Nach dem Diesel-Gipfel sind Fahrverbote für Dieselfahrzeuge weiterhin ein Thema. Für die Branche bedeutet das: Existenzen stehen auf dem Spiel. Handwerker, die auf Transporter als Fahrzeug angewiesen sind, können mit ihrem Fuhrpark vielleicht schon bald nicht mehr zu ihren Kunden fahren. Alternativen zu den fast ausschließlich dieselbetriebenen Transportern sind rar. Eine potenzielle Lösung für das Handwerk liefert die Post.

Streetscooter der Deutschen Post ist sehr gefragt

Erst im letzten Jahr startete die Deutsche Post die Serienproduktion ihres elektrisch betriebenen Zustellfahrzeugs Streetscooter. Inzwischen fahren mehr als 2.500 Exemplare bundesweit über die Straßen. Ursprünglich war das Elektroauto nur für eigene Zwecke gedacht, seit April steht das Fahrzeug aber auch externen Kunden bei der Post-Tochter Street-Scooter zum Kauf offen.

Den Typ Work mit einer Reichweite von 80 km und einer Nutzlast von 710 kg gibt es zum Einstiegspreis von 32.000 Euro, von dem noch eine staatliche Prämie von 4.000 Euro abgezogen werden kann.

Dazu will Street-Scooter neben Aachen noch einen weiteren Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen eröffen, an dem pro Jahr bis zu 20.000 Streetscooter gebaut werden sollen.

Erste Bestellungen für den kompakten Lieferwagen mit vollelektrischem Antrieb sind bereits eingegangen, so zum Beispiel vom Fischhändler Deutsche See. Doch auch Kommunen und kleine Betriebe interessieren sich für den Streetscooter der Deutschen Post.  

Post baut Ford Transit mit E-Antrieb

Seit Juli stellt die Post in Kooperation mit Ford nun auch ihre Transporter auf elektrischen Antrieb um. Die Plattform für das neue Fahrzeug bietet der Ford Transit. Ziel sei es, bis Ende nächsten Jahres 2.500 Fahrzeuge im gelben Kleid auf die Straße zu bringen. "Wir arbeiten weiter an einer komplett CO2-neutralen Logistik", sagte Jürgen Gerdes, Vorstandsmitglied der Deutschen Post AG. Für das Handwerk könnte der elektrisierte Ford Transit ein Zukunftsmodell werden. ste/fre

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