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DHZ-Konjunkturumfrage Die Optimisten halten durch

Konjunkturaussichten: 89 Prozent der Handwerker erwarten einen erfolgreichen Jahresabschluss.

Die Aussichten der Wirtschaft haben sich durch schlechte Nachrichten von den globalen Krisenherden eingetrübt. Zudem ist noch nicht klar, ob die Rechnung der EZB aufgeht, das heißt, ob billiges Geld Exporte und Investitionen in Europa ankurbelt.

Das Handwerk zeigt sich unbeeindruckt und geht extrem zuversichtlich in den Jahresendspurt:

  • Beinahe neun von zehn Firmen rechnen mit guten oder zufriedenstellenden Geschäften.
  • Knapp acht von zehn Betrieben stellen sich auf steigende oder genauso hohe Umsätze wie im Vorquartal ein.
  • Nur elf Prozent erwarten, weniger Personal zu beschäftigen.

Alle Daten bewegen sich in dem Rahmen, den der Herbst üblicherweise absteckt. Mit außergewöhnlichen Umsatzzuwächsen ist nicht zu rechnen, gleichwohl sollte es gelingen, die mittlerweile recht hohe Vorjahresbasis zu übertreffen. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Umsätzen markiert 2014 eine Trendwende.

Die Ursache für den Optimismus der Handwerker liegt wohl darin, dass das Zinstief und mit ihm der Immobilienboom andauern werden.

Boom setzt sich bis Jahresende fort

Auf Deutschlands Baustellen ist nach wie vor viel los, aber das Bild hat sich gewandelt: Nicht mehr Eigenheime dominieren, sondern Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen. Zudem entstehen überall Fabriken, Werkstätten, Lagerhäuser und Hotels. Dagegen verzeichnen die Genehmigungsbehörden Einbrüche bei Landwirtschaftsgebäuden und bei der Freigabe öffentlicher Projekte. Für das Baugewerbe heißt das zunächst einmal: Der Boom setzt sich bis Jahresende sicher fort, zusätzliche Impulse für die Nachfrage zeichnen sich noch nicht ab.

Die kurzfristigen Aussichten für verbrauchsnahe Handwerke sind ebenfalls gut, zumal in der Vorweihnachtszeit. Womöglich schlägt die Kauflaune der Verbraucher dann auch auf den Autohandel durch.

Mit Sorgenfalten zu betrachten ist die nach unten revidierte Produktionsprognose des deutschen Maschinenbaus. Dieser wichtige Kunde des Handwerks hat Probleme beim Absatz. we/los

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