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Handwerker-Handys Die neuesten Smartphones für die Baustelle

Sonne, Schmutz und Stürze – ein Handy für Handwerker, die im Außeneinsatz tätig sind, muss einiges aushalten. Das können die aktuellen Outdoor-Smartphones.

Neue Smartphones punkten meist mit mehr Rechenleistung, einer höheren Bildschirmauflösung oder einer verbesserten Kamera. Anders sieht es bei Handys für Handwerker auf der Baustelle aus. Robustheit ist hier mit Abstand am wichtigsten. Schließlich sind die Geräte Wind und Wetter schonungslos ausgesetzt und müssen auch Stöße und Stürze unbeschadet überstehen.

Galaxy XCover von Samsung

Einige Erfahrung in der Produktion von Handwerker-Smartphones hat der südkoreanische Konzern Samsung. Das Galaxy XCover ist nun bereits in fünfter Generation auf dem Markt. Das Modell 4s erfüllt den Standard IP68 und ist damit gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt. Darüber hinaus hält es nach dem US-amerikanischem Militärstandard MIL 810G23 niedrige oder hohe Temperaturen, mechanische Stöße und Vibrationen, intensive Sonneneinstrahlung und Salzwassernebel aus. Besonders praktisch für Handwerker: Der Touchscreen lässt sich auch mit Handschuhen bedienen. Mit an Bord ist zudem eine verbesserte Kamera mit 16 Megapixel, die neben einem integrierten Blitz auch über eine lichtstarke F1.7-­Blende für helle und detailreiche Aufnahmen verfügt. Ein schneller Octa-Core-1,6-GHz-Prozessor und ein erweiterbarer Speicher runden das Paket ab. In Deutschland ist das Smartphone in der Enterprise Edition mit garantierten Sicherheits-­Updates für vier Jahre und Gerätekonfiguration per Fernzugriff zu einem Preis von 259 Euro erhältlich.

Konkurrenz aus Deutschland: Gigaset GX290

Der von Festnetztelefonen bekannte deutsche Anbieter Gigaset schickt mit dem Gigaset GX290 dagegen sein erstes robustes Outdoor-Smartphone ins Rennen. Mit einem Gewicht von 279 g ist es schwerer als das Samsung-Modell, das nur 172 g wiegt. Auch das GX290 ist dank IP68-Zertifizierung staub- und wasserdicht und übersteht einen Sturz ins Wasserbecken oder auf harten Untergrund. Das 6,1-Zoll-HD+-Display soll mit einer Auflösung von 1.560 × 720 Pixel, einer Helligkeit von 580 cd/m² und einem Kontrast von 1.000 : 1 auch im prallen Sonnenlicht auf der Baustelle noch gut ablesbar sein. Schäden des Bildschirms verhindert das verbaute Corning Gorilla Glass 3. Einen besonderen Schwerpunkt legt Gigaset auf die Kommunikation. So beherrscht es den Funkstandard 4G LTE Cat-6 und unterstützt VoLTE und VoWiFi. Zudem bietet das Handy die Nahfeldkommunikation NFC und bezieht Positionsdaten für ortsbasierte Dienste oder die Navigation nicht nur über ­A-GPS, sondern zusätzlich auch über das globale Satellitennavigationssystem Glonass. Die Entsperrung des Geräts ist auch mit Fingerabdrucksensor oder Gesichtserkennung möglich. Das GX290 kostet 299 Euro.

King Kong 3 von Cubot

Schon etwas länger erhältlich ist das King Kong 3 vom chinesischen Anbieter Cubot. Diesem Handy sieht man sofort an, für welche Zielgruppe es gebaut wurde. Die Verschraubungen sind betont sichtbar und werden durch Metallelemente ergänzt, die den robusten Charakter unterstreichen sollen. Mit 280 g ist das King Kong 3 nicht gerade ein Leichtgewicht. Dem Erscheinungsbild wird das Smartphone mit seiner IP68-Zertifizierung gerecht, das es für Feuchtigkeit und Staub unangreifbar macht. Das hochfeste Polyestergehäuse soll Stürze aus bis zu 1,50 m Höhe überstehen. Temperaturen zwischen –30 °C und +60 °C soll das Handy ebenso unbeschadet aushalten. Positiv fallen die großen Hardwaretasten auf, die sicht auch mit Handschuhen gut treffen lassen. Der Touchscreen bietet indes keinen Modus zur Bedienung mit Handschuhen. Die duale Rückkamera mit 16.0 und 2.0 MP verfügt über Sensoren von Sony sowie einen LED-Blitz. Eine Schnellladefunktion gehört ebenso zum Leistungsumfang. Das King Kong 3 ist im Handel für gut 200 Euro erhältlich.

Land Rover für die Hosentasche

Die Marke Land Rover ist für seine Geländewagen bekannt. Das Land Rover Explore ist optisch an dieses robuste Design angelehnt. Mit der gummierten Rückseite und dem Metallrahmen verspricht das Smart­phone einen guten Halt und Stabilität. Auch bei diesem Modell schützt der IP68-Standard vor Wasser und Staub, es ist stoßfest und kommt laut Hersteller mit starken Minustemperaturen und Hitze problemlos zurecht. Der Bildschirm des Land Rover Explore lässt sich zudem mit Handschuhen bedienen.

Interessant ist das mitgelieferte "Adventure Pack". Es enthält eine GPS-Antenne, eine zusätzliche Batterie für längere Akkulaufzeit, eine ­Tasche mit Karabinerhaken und eine topografische Kartierung mit ­Augmented-Reality-Elementen. Gegenüber dem unverbindlichen Verkaufspreis von 649 Euro ist das Land Rover Explore inzwischen bereits für gut 300 Euro im Handel zu bekommen.

CAT S61 im ausführlichen Test

Zu den empfehlenswerten Smartphones für Handwerker gehört auch das CAT S61. Den ausführlichen Test der Deutschen Handwerks Zeitung finden Sie unter www.dhz.net/cats61.

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