Meisterstücke -

Meisterstücke Die Krone (in) der Zahntechnik

Wer wünscht sich das nicht: mit schönen Zähnen strahlen und kraftvoll zubeißen können. Dafür sorgen Zahntechniker wie Dandy Schwarzer mit perfekt gearbeiteten Spangen, Prothesen oder Gebissen. Schwarzer ist nun zum Sieger des Klaus-Kanter-Preises gekürt worden. Der Wettbewerb will Jugendliche für den Beruf begeistern und den Meistertitel fördern.

Es war ein einprägsames Erlebnis für Dandy Schwarzer: Eine junge Patientin, die freudestrahlend in sein Zahntechnik-Labor kam und sich bei ihm bedankte – überglücklich über ihre neuen, schönen Zähne.

Für den Patienten die beste Lösung zu finden, ihn und den Zahnarzt zufrieden zu stellen – das ist für den Zahntechnik-Meister aus Ludwigsfelde bei Berlin zugleich Ansporn und Freude an seinem Beruf. Für seine praktische Meisterarbeit wurde er nun zum ersten Sieger des Klaus-Kanter-Preises gewählt.

Vielseitigkeit gefragt

Helle Räume, freundliche Gesichter – so lässt sich die Atmosphäre in dem Zahntechnik-Labor beschreiben, in dem Dandy Schwarzer mit einer Kollegin, einem Kollegen und einer Auszubildenden arbeitet. Es gehört zur Zahnarzt-Praxis Juhl in Ludwigsfelde und liegt nur ein Stockwerk über den Praxisräumen. "Der große Vorteil ist, dass ich hier die Arbeit direkt am Patienten sehen, sie mit ihm durchsprechen kann. Wenn eine Frage auftaucht, bin ich nur ein paar Stufen entfernt."

Bei der Arbeit in einem Praxislabor sind Allrounder gefragt, anders als in gewerblichen Laboren. Schwarzer und seine Kollegin, die ebenfalls den Meistertitel besitzt, sind an allen Arbeitsschritten beteiligt und arbeiten mit unterschiedlichsten Materialien: von Gips für Modelle über Keramik und Kunststoff für Kronen, Prothesen und Schienen.

"Mit den Augen stehlen"

Vielfalt und Abwechslung sind es auch, die Schwarzer ursprünglich den Beruf Zahntechniker ergreifen ließen, neben dem Spaß an handwerklicher Kunst. Dass er seinen Beruf gerne und mit Ehrgeiz ausübt, zeigte sich schon bei seiner Gesellenprüfung: Er wurde Landessieger von Berlin-Brandenburg. Später die Meisterschule zu besuchen, schien da ein logischer Schritt.

Drei Jahre lang beschäftigte er sich im Teilzeitkurs an der Zahntechniker-Meisterschule Berlin-Brandenburg mit Betriebswirtschaft und Pädagogik, mit Theorie und Praxis seines Faches. Besonders wichtig war ihm dabei der fachliche Austausch mit den Kollegen, erzählt Schwarzer: "Jeder arbeitet ein bisschen anders und dann tauscht man sich eben aus. Man kann immer von anderen lernen. Einer meiner Ausbilder nannte das 'mit den Augen stehlen'."

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