Bildergalerie: Die größten und skurrilsten Steuersünden

Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Verwaltungssoftware in Hamburg
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In Hamburg sollte eine neue Verwaltungssoftware mehrere alte Computerprogramme ablösen. Die JUS-IT-Software war mit 112,1 Millionen Euro veranschlagt. Mittlerweile wurde die Einführung von 2015 auf 2019 verschoben. Es werden Mehrkosten von 46,2 Millionen Euro erwartet.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Baden Württemberg Aktien
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Der Aktienkauf des Landes Baden-Württembergs sollte sich eigentlich durch die Dividendenzahlung refinanzieren. Die Kosten lagen bei über fünf Milliarden Euro. Die Dividendenzahlung durch die EnBW Energie Baden-Württemberg AG blieb aus.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Stadthaus Frankfurt am Main
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Die Stadt Frankfurt (Main) hat sich ein neues Stadthaus gegönnt. Nach der Fertigstellung 2016 wurden die geplanten Kosten von 18,4 Millionen Euro übertroffen. Die tatsächlichen Kosten beliefen sich auf 24,7 Milliarden Euro. Der Bund der Steuerzahler bemängelt aber nicht nur die Mehrkosten, sondern auch ein fehlendes Nutzungskonzept.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - JadeWeserPorts in Wilhelmshaven
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Das Land Niedersachen überwies 17 Millionen Euro an einen Energiekonzern. Grund sei gewesen, den Bau des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven nicht zu verzögern. Der Energiekonzern hätte bauliche Änderungen vornehmen müssen, um die Kühlwasserzufuhr zu sichern. Das Problem, das Steuergeld wurde nie für den geplanten Umbau verwendet.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Goldene Fassade in Hamburg
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Wieder zurück nach Hamburg: Auf der Elbinsel Veddel hat ein Künstler die Fassade eines Mehrfamilienhauses vergoldet. Das Blattgold wurde auf einer Fläche von 300 Quadratmetern aufgetragen und wurde von der Kulturbehörde mit 85.621,90 Euro gefördert.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - unnötige Stellen in Sachsen-Anhalt
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Das Land Sachsen-Anhalt hat nach der Landtagswahl 2016 zusätzliche Stellen in Ministerien geschaffen. Den Steuerzahler kostet das 20 Millionen Euro in fünf Jahren. Der Bund der Steuerzahler sieht aber keinen Grund neues Personal einzustellen, da keine neuen Aufgaben geschaffen wurden und das Bundesland schon zuvor das meiste Personal alle Flächenländer hatte.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Sozialwahl 2017
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Auf Bundesebene kritisiert der BdST die hohen Ausgaben rund um die Sozialwahl 2017. Die Werbung, sowie die Wahlunterlagen mit Rücksendung haben den Steuerzahler 50 Millionen Euro gekostet.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Polizei Düsseldorf
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In Düsseldorf sollte das Polizeipräsidium saniert und erweitert werden. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten 93,92 Millionen Euro kosten. Im März 2017 musste der Verwaltungsrat des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes Nordrhein-Westfalen über Mehrkosten von 63,92 Millionen Euro für den Steuerzahler entscheiden.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Tiergarten Berlin
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Im Berliner Tiergarten leben nicht nur wildlebende Kaninchen, sondern auch viele Pflanzenarten, die den historischen Charakter des Parks aufrechterhalten sollen. Letztere stehen aber in der Nahrungskette unter den Kaninchen und bedürfen einem extra Schutz. Das Bezirksamt Berlin-Mitte hat aus diesem Grund fast 64.000 Euro für Zäune ausgegeben, die sich in das historische Bild eingliedern. Gut 581 Euro pro laufenden Meter. Eine benachbarte Schule, die sich über Kondome und Spritzen auf ihrem Gelände beschwerte, bekam trotz des Denkmalschutzes nur einen einfachen Zaun. Der BdSt bemängelt das der Schutz Blumen und Kinder mit anderem Maß bemessen wird.
Steuerverschwendung: Steuersünden im Schwarzbuch 2017/2018 - Hessen Bahn
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Das Land Hessen zahlt seinen Beschäftigten den öffentlichen Personennahverkehr. Rund 51 Millionen Euro gibt das Bundesland ab 2018 jährlich dafür aus. Der Bund der Steuerzahler bemängelt, dass die Beschäftigten, das Landesticket auch außerhalb der Arbeitszeit benutzen können und Schülertickets nicht so stark gefördert werden. Hier zahl das Land "nur" 20 Millionen Euro pro Jahr um einen Preis von 365 Euro pro Schülerticket zu ermöglichen. Kritik: Warum sollen Schüler mehr für den ÖPNV zahlen als deren Lehrer.