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Online-Handel Die besten Zahlmöglichkeiten für den Handwerks-Shop

Verfügt Ihr Betrieb bereits über einen eigenen Internetauftritt, sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Produkte auch online in einem angeschlossenen Web-Shop zu verkaufen. Zu einem kundenfreundlichen Service gehören auch verschiedene Bezahlmethoden. Doch nicht alle sind sicher und beliebt.

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Die Bezahlmöglichkeiten im Internet sind heute ein entscheidendes Kaufkriterium. -

Risiko Rechnung

Die Bezahlung per Rechnung ist die in Deutschland am häufigsten genutzte Zahlungsmethode beim Online-Shopping. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom unter 1.063 Internetnutzern ergeben. Danach zahlen 58 Prozent aller User beim Einkauf im Internet per Rechnung. Die Kunden haben hier den Vorteil, dass Sie die Ware zunächst auf einen einwandfreien Zustand testen können, bevor Sie die Zahlung leisten. Für Betriebe bedeutet das einerseits, dass ein Produkt mit größerer Wahrscheinlichkeit in ihrem Shop erworben wird, wenn die Bezahlmethode Rechnung angeboten wird. Anderseits steigt für die Betriebe aber auch das Zahlungsausfallrisiko. Zahlt ein Kunde die Rechnung auch nach einer Mahnung nicht, müssen Sie womöglich rechtliche Schritte einleiten, um an ihr Geld zu kommen. Ist der Kunde zahlungsunfähig, bleiben Sie vielleicht sogar auf Ihren Kosten sitzen.

Zahlen mit Käuferschutz

Doch es gibt Alternativen, die für den Kunden ähnlich sicher wie die Rechnung sind, aber für den Verkäufer weit weniger Risiken bergen. Dazu zählen Online-Bezahlsysteme wie PayPal oder ClickandBuy. Der Kunde bezahlt das Geld zwar vor Erhalt der Ware, genießt aber einen Käuferschutz seitens des Bezahlanbieters. Ist die Ware mangelhaft oder wird sie gar nicht geliefert, kann der Kunde den Mangel beanstanden. Reagiert der Verkäufer nicht und sorgt für einen Ersatz oder eine Nachlieferung, bekommt der Kunde sein Geld vom Bezahlanbieter zurück. Dass diese Möglichkeit bei den Kunden schon akzeptiert ist, zeigt die Bitkom-Studie. 52 Prozent der Internetkäufer nutzen bereits Online-Bezahldienstleister.

Lastschrift nicht ganz sicher

Zu den weit verbreiteten Bezahlmöglichkeiten gehört auch das Lastschriftverfahren. Hier muss der Kunde beim Kauf seine Bankverbindung angeben und der Betrag wird von seinem Konto abgebucht. Die Bezahlmethoden sind zwar sicherer als der Rechnungskauf, aber ganz gefeilt vor Zahlungsausfällen ist der Verkäufer auch hier nicht. Ist das Konto der Kunden nicht ausreichend gedeckt, kann es zu einer Lastschriftrückgabe vom Bankinstitut kommen. In dem Fall müssen Sie dem Geld ähnlich wie bei der Rechnung hinterher laufen. Das gilt auch, wenn der Kunden binnen sechs Wochen einen Widerspruch bei der Bank einlegt und die Zahlung daraufhin zurückgewiesen wird. Ein Kunde sollte seinerseits bei mangelhafter oder nicht gelieferter Ware zunächst mit dem Verkäufer sprechen bevor er die Lastschrift zurückgibt. Sonst kann die Diskussion aufkommen, ob nun Käufer oder Verkäufer für die entstandenen Gebühren bei der Lastschriftrückgabe aufkommen muss.

Vorkasse: Gefahr für den Kunden

Die klassische Vorkasse-Zahlung nutzen 38 Prozent der Online-Käufer. Erstaunlicherweise ist die Bezahlmethode damit beliebter als zum Beispiel die abgesicherte Sofort-Überweisung und der Kauf per Nachnahme, obwohl hier das Risiko für den Käufer am höchsten ist. Liefert ein unseriöser Verkäufer nicht, ist es für den Privatmann ein schwieriges Unterfangen, jemals wieder an sein Geld zu kommen. Häufig bleibt hier nur noch der Ausweg über den Anwalt. Damit Kunden trotzdem Vorkasse nutzen, sollten Betriebe alles dafür tun, die Seriosität ihrer Webseite zu verdeutlichen. Dazu kann zum Beispiel eine Prüfung des Online-Shops durch Zertifizierungsstellen wie den TÜV beitragen.

Schnell per Kreditkarte

Die Bezahlung per Kreditkarte nutzt immerhin noch jeder dritte Internetkäufer. Hier liegt der Vorteil in der sehr schnellen Abwicklung. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass Dritte die Kreditkartendaten ausspionieren und dem Käufer großen finanziellen Schaden zufügen können.

Echtzeit-Überweisung

Noch relativ neu auf dem Markt ist das Bezahlsystem Sofort-Überweisung. Hier führt der Käufer eine Überweisung per Echtzeit durch und der Verkäufer erhält sofort sein Geld. Das Verfahren ist vom TÜV geprüft.

Umständliche Nachnahme

Nur jeder zehnte Käufer setzt auf das Bezahlverfahren per Nachnahme. Der Vorteil für den Käufer ist, dass er sich sicher sein kann, die Ware auch zu erhalten, da die Bezahlung erst bei Übergabe direkt an den Versanddienstleister erfolgt. Der Nachteil ist allerdings, dass der Kunde das Geld zum Zeitpunkt der Übergabe auch genau in der Höhe des Rechnungsbetrags in bar griffbereit haben muss. Bitkom

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