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Corona-Pandemie Die klassische BAU 2021 fällt aus: Was stattdessen geplant ist

Die größte Messe der Baustoffbranche fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Eigentlich hätte die BAU im Januar 2021 wie gewohnt als Präsenzmesse stattfinden sollen, nun soll stattdessen ein hybrides Format umgesetzt werden. Wie dieses aussehen soll.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Coronavirus

Noch im Juni hatte die Messe München verkündet, dass die BAU planmäßig im Januar 2021 stattfinden wird. Steigende Corona-Infektionszahlen und erneute Reisebeschränkungen der Bundesregierung haben die Veranstalter nun jedoch dazu gezwungen, die Messe in ihrem klassischen Format abzusagen.

Eine Präsenzmesse sei zwar mit entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen realisierbar gewesen – wie auch Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, betonte – doch die Veranstalter sahen sich zunehmend mit Absagen der Aussteller konfrontiert. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage habe "der weitaus überwiegende Teil" der Aussteller eine Teilnahme für unrealistisch gehalten, da in der gegenwärtigen Situation mit deutlich weniger Besuchern zu rechnen sei.

Eine Verschiebung der BAU sei zwar diskutiert worden, war aber laut Martin Hörmann "nie eine ernsthafte Option". Man wolle den zweijährigen Innovationszyklus, an dem sich die BAU seit jeher orientiere, nicht unterbrechen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Fachbeirats und des Kuratoriums der BAU.

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BAU 2021 als hybrides Format: Kompakte Ausstellung mit digitalem Angebot

Stattdessen soll die BAU 2021 nun in deutlich abgespeckter Form als sogenannte Hybridveranstaltung stattfinden. So sollen in maximal zwei Hallen Messestände, Foren und Sonderschauen unter Corona-Auflagen möglich sein. Die Vorträge und Diskussionen aus den Foren sollen zudem als Live-Stream sowie als aufgezeichnete Videos ins Netz gestellt werden.

Darüber hinaus hätten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte virtuell in eigenen Online-Sessions zu präsentieren. Um sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen wird das hybride Format außerdem virtuelle Networking Module anbieten. Angedacht ist zudem, die traditionellen BAU Info Talks in das hybride Format zu integrieren. "Der digitale Teil dieser Veranstaltung wird auch ein wichtiger Bestandteil der klassischen Präsenzmesse BAU 2023 sein", verkündete die Messe München schon heute.

Details zum neuen Format sowie Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten für Aussteller und Besucher sollen voraussichtlich ab Mitte Oktober online unter www.bau-muenchen.com zur Verfügung stehen. Ein FAQ zur Absage der BAU 2021 finden Aussteller bereits jetzt online auf der Seite. fre

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