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Deal für Klaus Skottki und Gomago DHDL: Mit einem Duftstoff gegen Marder einen Löwen angelockt

Jahr für Jahr zeigt sich bei der Vox-Gründershow "Die Höhle der Löwen", wie erfinderisch das Handwerk ist. In der Sendung vom 14. September zeigt der 70-jährige Kfz-Meister Klaus Skottki, dass er auch im Ruhestand noch voller Ideen steckt. Wie es für ihn nach dem Deal mit Ralf Dümmel weiter ging, verrät er im Interview mit der DHZ.

DHZ: Erklären Sie bitte Ihr Produkt in wenigen Worten.
Klaus Skottki: Gomago ist ein Duftstoff der Marder von Autos und Häusern fernhält. Im Gegensatz zu bereits bestehenden Vergrämungsmitteln, die auf der Basis funktionieren, "Fressfeinde des Marders" wie Luchse und Füchse vorzutäuschen, zielt der Wirkstoff von Gomago auf den Schlüsselreiz des Marders. Also ein mardereigenes Warnsystem.

DHZ: Inwieweit hat Ihnen Ihre Tätigkeit als Kfz-Meister bei der Entwicklung von Gomago geholfen?
Skottki: Ich habe viele Jahre bei einem großen Autokonzern in der Forschung und Entwicklung gearbeitet. Hier mussten ständig Lösungen für Probleme gefunden werden. Für die Entwicklung von Gomago war diese Arbeitsweise daher eine gute Voraussetzung.

DHZ: Welche Eigenschaft zeichnet Sie als Gründer aus?
Skottki: Die Zielstrebigkeit, eine Idee in die Tat umzusetzen, auch unter erschwerten Bedingungen weiter zu machen und sich ständig neu zu motivieren, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

DHZ: Warum haben Sie Ihr Produkt bei "Die Höhle der Löwen" vorgestellt?
Skottki: Gomago gibt es schon seit 2016 unter zu kaufen. Die Umsätze waren aber nicht besonders hoch. Für teure Marketing-Strategien hätte ich mich verschulden müssen – das kam für mich nicht in Frage. In der Teilnahme an der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ sah ich eine gute Möglichkeit, mein Produkt an den Markt zu bringen.

DHZ: Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Skottki: Nachdem ich mich beworben hatte, bekam ich umfangreiche Castingunterlagen, die ich sehr sorgfältig ausgefüllt habe. Dann musste ich einen Pitch erstellen und diesen als Videoclip einschicken. Es folgten weiter Videowünsche, Muster übersenden, viele Fragen beantworten.

Kfz-Meister Klaus Skottki macht mit Gomago einen Deal bei "Die Höhle der Löwen"

DHZ: Wie haben die Löwen auf Ihren Pitch reagiert?
Skottki: Die Löwen waren total interessiert. Jeder hatte schon Probleme mit einem Marder. Ralf Dümmel auf dem Dachboden Zuhause, Carsten Maschmeyer im Ferienhaus und Frau Williams sogar im Haus und Auto. Viele Fragen. Auch Georg Kofler war begeistert: "Sie haben auf jede Frage eine Antwort – haben Sie Marderwissenschaften studiert?" Es hat einfach Spaß gemacht.

DHZ: Was dachten Sie in dem Moment, als Sie ein Angebot von Herrn Dümmel bekamen?
Skottki: Als erster hat mir Georg Kofler ein Angebot gemacht, das war ein toller Moment! Jetzt hatte ich es geschafft – ich hatte ein Angebot. Nacheinander sind dann Judith Williams, Carsten Maschmeyer und Nils Glagau ausgestiegen. Mein heimlicher Wunschlöwe hatte sich zurückgehalten. Erst als Georg Kofler den Deal festmachen wollte, zeigte Ralf Dümmel, was in ihm steckt. Er wollte diesen Deal – das war klar. Ich war happy und schlug ein.

Klaus Skottki

DHZ: Wie ist es nach dem Deal bei "Die Höhle der Löwen" weitergegangen?
Skottki: Wir hatten zügig ein Kick-Off Meeting bei DS Produkte in Stapelfeld. Großer Bahnhof, mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedenen Abteilungen. Zu Beginn des Tages haben wir die Agenda besprochen, uns ausgetauscht, eine grobe Richtung festgelegt. Dann gingen wir in konkretere Gespräche mit Fachabteilungen und es folgten viele Infos.

DHZ: Welche Tipps haben Sie von Herrn Dümmel und seinem Team gelernt?
Skottki: Ich denke, wenn man etwas gemeinsam bewegen will, dann lernt der Eine vom Anderen. Wenn der Wille vorhanden ist, gemeinsam in die gleiche Richtung zu gehen, dann wird fast alles gelingen. Ralf ist immer hochmotiviert und reißt sein Team mit.

DHZ: Sie sind bereits in Rente, aber noch voller Ideen. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Skottki: Ich habe Gomago, gemeinsam mit DS Produkte, zu einer Marke gemacht und es europaweit platziert. Es gibt auch schon eine neue Idee, über die ich allerdings noch nicht sprechen möchte.

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