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111 rote Karten Werberat rügt mehr Handwerksbetriebe

Mehr Handwerksbetriebe als in den Jahren zuvor wurden im Jahr 2014 vom Deutschen Werberat wegen diskriminierender Werbung gerügt.

Der Mittelfinger von Yanis Varoufakis wäre dem Deutschen Werberat vielleicht kein Dorn im Auge. Dem Werberat geht es in erster Linie um diskriminierende Werbung, für die er im vergangenen Jahr 14 öffentliche Rügen aussprach (2013: 13).

Mehr als gewöhnlich wurden 2014 jetzt Betriebe aus dem Handwerk gerügt, immerhin drei der 14. In den vergangenen Jahren war es nur hin und wieder mal ein Handwerksbetrieb.

Betriebe öffentlich gerügt

Das freiwillige Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft greift dann ein, wenn Grundwerte wie Anstand, Moral, Fairness und soziale Verantwortung verletzt werden. In den meisten Fällen, die zu einer Beschwerde führen, handelt es sich schon seit Jahren um Herabwürdigung und Diskriminierung von Frauen.

Insgesamt befasste sich der Werberat im vergangenen Jahr mit 387 Werbemaßnahmen (plus 14 Prozent). Davon ordnete er selbst 16 dem Handwerk zu, des weiteren ­unter anderem auch 14 der Kfz-Branche und sechs dem Baugewerbe. 111 Kampagnen wurden kritisiert. 88 Unternehmen beendeten daraufhin die kritisierte Werbung, neun änderten sie ab. An 14 Uneinsichtige erging die öffentliche Rüge.  dan

Die Grundregeln des Deutschen Werberats zu Grenzen der Werbung lesen Sie unter dhz.net/werberat. >>>

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