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Statistisches Bundesamt Deutsche trinken weniger Bier

Der Bierkonsum der Deutschen geht zurück. Die deutschen Brauereien verkauften 2,1 Millionen Hektoliter weniger als im Vorjahr.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, verkauften deutsche Brauereien und Bierlager im dritten Quartal des Jahres 27,4 Millionen Hektoliter Bier. Das waren 2,1 Millionen Hektoliter oder 7,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stieg der Absatz bierhaltiger Mixgetränke gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 Prozent auf 1,2 Millionen Hektoliter. Rund 85 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren laut Bundesamt für den Inlandsverbrauch bestimmt. Das waren 7,7 Prozent weniger als zwischen Juli und September 2006.

Schlechter Sommer ist schuld

Ausschlaggebend für den Rückgang ist aus Sicht des Deutschen Brauer-Bundes das schlechte Sommerwetter. Insbesondere die Außengastronomie habe darunter gelitten, sagte Hauptgeschäftsführer Peter Hahn. Außerdem habe sich 2006 die Fußballweltmeisterschaft positiv auf den Absatz ausgewirkt. So sei der Absatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 in diesem Jahr nur um knapp 1,2 Prozent gesunken, verdeutlichte Hahn. Für das nächste Jahr erhoffen sich die Bierbrauer aber wieder ein leichtes Plus. Wenn das Wetter mitspiele und die Fußball-Europameisterschaft für Deutschland erfolgreich verlaufe, könnte diese Rechnung aufgehen, hofft Hahn.

Der Export in EU-Länder sank im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 3,3 Millionen Hektoliter, die Ausfuhren in andere Staaten stiegen leicht auf 0,8 Millionen Hektoliter. Alkoholfreie Biere, Malzgetränke sowie importiertes Bier aus Ländern außerhalb der Europäischen Union sind in der Statistik nicht enthalten.

ddp

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