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Versandkosten national und international Deutsche Post will Porto deutlich erhöhen

Die Deutsche Post will ihre Porto-Preise ab 2016 um bis zu 19 Prozent erhöhen. Für die nächsten Jahre verspricht das Unternehmen dann stabile Preise. Die Bundesnetzagentur muss den Plänen jedoch erst zustimmen.

Deutsche Post will Porto deutlich erhöhen
Preiserhöhung bei der Deutschen Post: 70 Cent soll das Porto für den Standardbrief ab dem 1. Januar 2016 kosten. -

Die Deutsche Post kündigt die vierte Preiserhöhung in Folge an. Zum Jahreswechsel soll das Briefporto für einen Standardbrief  statt bisher 62 Cent künftig 70 Cent kosten – ein Aufschlag um 13 Prozent. Knapp 20 Prozent mehr werden für Zusatzleistungen wie der Einwurf eines Einschreibens fällig.

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Wie die Deutsche Post mitteilt, liege der Preis für Standardbriefe mit 70 Cent im Mittelfeld –verglichen mit dem Briefpreisniveau in anderen europäischen Ländern. "Durch die geplante Preisstabilität für drei Jahre und weiterhin zu erwartende Preiserhöhungen in anderen Ländern auch in den Folgejahren wird sich diese Position weiter verbessern", stellt die Deutsche Post bei einem internationalen Vergleich in Aussicht.

Die neuen Preise ab Januar 2016

National

neu alt
Standardbrief (bis 20 Gramm) 0,70 € 0,62 €
Einschreiben 2,50 € 2,15 €
Einschreiben Einwurf 2,15 € 1,80 €
Eigenhändig 2,15 € 1,80 €
Rückschein 2,15 € 1,80 €
Wert National 4,30 € 3,95 €

International

neu alt
Postkarte 0,90 € 0,80 €
Standardbrief (bis 20 Gramm) 0,90 € 0,90 €
Großbrief (bis 500 Gramm) 3,55 € 3,45 €
Einschreiben 2,50 € 2,15 €
Eigenhändig 2,15 € 1,80 €
Rückschein 2,15 € 1,80 €
Wert International 2,50 € 2,15 €

Bundesnetzagentur muss Erhöhung noch absegnen

Bevor die Preiserhöhung amtlich wird, muss die Bundesnetzagentur dem Antrag der Post zustimmen. Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich lediglich um einen Entwurf zur Briefpreiserhöhung. Bis Mitte Dezember werde die Entscheidung fallen.

Es liegt nahe, dass die Erhöhung kommen wird. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, soll die Post bereits mit dem Druck neuer 70-Cent-Marken begonnen haben. Wie die Post mitteilt, sind sie bereits zum 3. Dezember in den Filialen erhältlich. Auch die Bundesnetzagentur wird die Preiserhöhung wohl durchwinken: "Mit dem Entwurf schaffen wir die Grundlage dafür, dass die Deutsche Post die Herausforderungen zunehmender digitaler Konkurrenz stemmen kann und für die Verbraucher auch weiterhin eine flächendeckende Versorgung zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung steht."

Ersatzmarken für den Standardbrief

Sollte es zur Erhöhung kommen, sind die alten Marken weiterhin gültig. Bei einem Standardbrief  müssen Verbraucher erneut zu Ersatzmarken greifen, um auf die 70 Cent zu kommen. In Filialen und an Automaten sind die Acht-Cent-Marken erhältlich. Auch noch vorhandene Ergänzungsmarken aus den Vorjahren können verwendet werden. sd

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