Thüringer Handwerkstag -

Drei Thüringer am Start Deutsche Meisterschaft der Bauberufe in Erfurt

Bei der 67. Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen im Aus- und Fortbildungszentrum des Bildungsbauwerks Hessen-Thüringen in Erfurt kämpften während des dreitägigen Wettbe­werbes rund 60 Nachwuchshandwerker um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.

In den Gewerken Beton- und Stahlbetonbauer, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maurer, Straßenbauer, Stuckateur, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer und Zimmerer bewältigten die Teilnehmer anspruchsvolle Aufgaben.

An der Deutschen Meisterschaft der Bauberufe durften die ersten Landessieger aus den einzelnen Bundesländern teilnehmen. Die Landeswettbewerbe fanden in Folge der Kammer­wettbewerbe nach den Gesellenprüfungen auf Innungsebene statt. So konnten sich für Thüringen drei Handwerker qualifizieren: der Beton- und Stahlbetonbauer Mark Griebel aus Gräfenroda im Ilm-Kreis, der Maurer Florian Klaucke aus Hildebrands­hausen im Unstrut-Hainich-Kreis und der Zimmerer Marc Borken­hagen aus Heilbad Heiligenstadt.

In allen Gewerken kam es auf handwerkliches Geschick an. Gefragt waren Maß- und Passgenauigkeit. Jeder Millimeter Abweichung führte zum Punktabzug. In jedem Wettbewerb gab es ein bestimmtes Zeitkontingent, wobei ein früheres Fertigwerden keinen Vorteil bedeutete. Ein Nichtfertigwerden führte jedoch zu Punktverlusten. Erfahrene Bauunternehmer und Ausbilder bewerteten die Werkstücke im Anschluss an den Wettbewerb. Griebel gewann Bronze bei den Beton- und Stahlbetonbauer, Zimmerer Borkenhagen schaffte es auf Platz 6 und Maurer Klaucke erreichte Platz 7.

„Es war sehr anstrengend, sowohl körperlich als auch mental. Der zeitliche Druck war groß und das Anforderungsniveau sehr hoch. Dabei durfte man sich von dem Publikum, das einen die ganze Zeit auf die Hände gucken konnte, nicht ablenken lassen“, so Klauckes Eindruck. Er betont allerdings, dass der Wettbewerb sehr viel Spaß gemacht hätte. „Es war eine schöne Herausforderung und man wurde für seinen Beruf wertgeschätzt. Auch wenn es nicht ganz für eine Medaille gereicht hat, bin ich sehr zufrieden, im vorderen Mittelfeld dabei zu sein“, fügt er hinzu.

Die Maurer hatten zwei Wände und eine kreisrunde Rollschicht zu erstellen. Dabei mussten sie aus Klinkermauerziegeln in diversen Farbgebungen und auf unterschiedlichen Mauerwerksebenen drei Motive abbilden. Bezugnehmend auf das Ausbildungszentrum, das Veranstaltungsjahr und den Veranstaltungsort waren das das Logo BiW, die Jahreszahl 2018 und das Rad aus dem Wappen der Stadt Erfurt.

„Unsere gut ausgebildeten Nachwuchskräfte haben sich den Wettbewerben gestellt und herausragende Leistungen erbracht. Das beweist einmal mehr, wie hochwertig unsere Ausbildung im Baugewerbe ist“, erklärte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZBD), zum Abschluss der Wettbewerbe. Mit der Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen will der ZDB auf das extrem hohe Ausbildungsniveau und die umfangreichen Ausbildungsleistungen im deutschen Baugewerbe aufmerksam machen sowie die besten Nachwuchskräfte fördern.

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