Deutschland -

Oberster Regulierer der Republik

Jochen Homann, ein Vertrauter Philipp Röslers, ist neuer Chef der Bundesnetzagentur. Eine Schlüsselposition in der Energiewende. Er fordert einen schnelleren Ausbau der Stromnetze.

Jochen Homann
Jochen Homann, neuer Präsident der Bundesnetzagentur, soll die Energiewende stemmen. -

Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Präsidenten. Und der bekommt wegen der eingeläuteten Energiewende in den kommenden Jahren sicher genug zu tun: Jochen Homann soll die Bonner Regulierungsbehörde "klar auf die zügige Umsetzung der Energiewende ausrichten", hatte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) kürzlich bei der Amtseinführung des neuen Behördenchefs gesagt. In der Bundesnetzagentur sind mittlerweile viele Kompetenzen angesiedelt, die mit dem Startschuss der Energiewende umso wichtiger geworden sind. Die "taz" beschreibt die Behörde schon als "heimliches Energieministerium".

Homann, Jahrgang 1953, war zuletzt Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. "Er ist sturmerprobt und weiß um die anstehenden Herausforderungen bei der Neuordnung der Stromversorgung.", sagte Rösler über "seinen" neuen Behördenchef.

Netzausbau nicht verschlafen

Homanns Topthema in diesen Tagen: der Ausbau der Strom-Infrastruktur. Ohne einen schnelleren Ausbau der Netze gerate die Energiewende in eine Schieflage, warnte Homann jetzt in der "FAZ". Im Moment sehe es nicht danach aus, dass die Vorgaben bis 2015 fertiggestellt sein werden. Besonders schwierig sei zurzeit die Anbindung der Offshore-Windparks. Sie gelten als Rückgrat der Energiewende.

Homann soll nun Sorge tragen, dass die Stromautobahnen vorhanden sind, wenn mehr Strom zum Beispiel von Nord nach Süd geleitet werden muss. Der scheidende Agenturchef Matthias Kurth, der den Job mehr als zehn Jahre lang gemacht hat, sagte der "FAZ" zuletzt: Der Härtestest für die Energiewende kommt erst noch. bur

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