Erfurt -

Meisterfeier in Erfurt Der Meisterbrief – ein sicheres Wertpapier

Sie gehören nun zur Elite des Handwerks. 200 Meisterinnen und Meister aus 15 Handwerksberufen haben in der Messe Erfurt ihre Meisterbriefe erhalten und dies in gebührender Weise gefeiert.

Damit haben seit 1990 insgesamt 11.302 Handwerker ihre Meisterausbildung im Kammerbezirk Erfurt absolviert. Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt, lobte in seiner Rede den Fleiß, die Beharrlichkeit und das Talent, welche die Jungmeister während der fordernden Ausbildung unter Beweis stellten. Er hob den Meistertitel als sicheres Wertpapier und beste Zukunftsinvestition hervor.

Handwerk braucht Meister

In seiner Ansprache verwies der Kammerpräsident auf die gute konjunkturelle Lage im Handwerk. Umso mehr brauche es leistungsbereite und tüchtige Jungmeisterinnen und Jungmeister, von denen es im Handwerk nie genug geben könne. „Ihre Aussichten im Beruf sind hervorragend. Egal, ob Sie ein Unternehmen gründen oder übernehmen wollen. Oder eine leitende Stellung als Arbeitnehmer suchen. Fachkräfte wie Sie mit umfangreichem Wissen und Können sind stets gefragt“, so Lobenstein.

Zugleich rief er die Absolventen auf: „Bleiben Sie dem Handwerk treu! Und vor allem helfen Sie mit, dass unser Wirtschaftsbereich auch weiterhin einen festen Platz in der Gesellschaft behält und er sich seine besonderen Werte bewahrt. Geben Sie Ihr Wissen und Ihr Können an den Berufsnachwuchs weiter. Sie sind jetzt Leitfiguren unseres Berufsstandes. Unsere Elite!“ Die Handwerkskammer stehe den Meistern auch künftig mit Beratungs- und Bildungsangeboten, Rechtsberatung und Fortbildungsmöglichkeiten zur ­Seite.

Festredner der Veranstaltung war Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. In seiner Ansprache sagt er, der Meisterbrief solle als etabliertes Qualitätssiegel erhalten bleiben. Ziel müsse sein, ihn auch in andere europäische Länder zu exportieren.

15 Handwerksberufe vertreten

Die neuen Meister repräsentieren 15 Handwerksberufe. Die meisten Absolventen verzeichneten die Kraftfahrzeugtechniker (45), Kälteanlagen­bauer (32), Friseure (31) und Zahntechniker (20). Weniger stark vertreten waren die Tischler (5), Bäcker (3), Konditoren (1) und Straßenbauer (1). Erstmalig wurde im Rahmen des Festakts eine Kosmetik-Meisterin freigesprochen. Dass der Meisterbrief an keine Altersgrenze gebunden ist, beweisen der jüngste und der älteste Meister mit 20 und 49 Jahren.

Als beste Meisterin schloss die Erfurterin Stefanie Fußbahn ihre Prüfung im Maler- und Lackierer-Handwerk ab. Bester Meister des Jahrgangs wurde Kraftfahrzeugtechniker Marcel Jahn aus Königsee. Beide erhielten sie ihre Meisterbriefe aus den Händen von Kammerpräsident Stefan Lobenstein und Thomas Malcherek, Hauptgeschäftsführer der HWK Erfurt. Als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen überreichte ihnen Thomas Wagner vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen einen Goldbarren.

Die Besten

  • Elektrotechniker: Markus Jäger, Ellrich
  • Fleischer: Lars Heinemann, Erfurt
  • Friseur: Jenny Behn, Erfurt
  • Installateur und Heizungsbauer: Daniel Lange, Mühlhausen
  • Kälteanlagenbauer: Dominik Poser, Schwäbisch Gmünd
  • Kraftfahrzeugtechniker: Marcel Jahn, Königsee (Bester Meister gesamt)
  • Maler und Lackierer: Stefanie Fußbahn, Erfurt (Beste Meisterin gesamt)
  • Metallbauer: Torsten Anhalt, Mühlhausen
  • Zahntechniker: Christina Miller, Harburg
  • Zimmerer: Alexander Hain, Ebensfeld
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