Unternehmensführung -

Verabschiedung im Büro Der letzte Arbeitstag: Tipps für die Abschiedsmail

"Ich bin dann mal weg" eignet sich gut als Buchtitel. Für die Abschiedsmail am letzten Arbeitstag sollten Sie sich dann doch ein bisschen mehr einfallen lassen. Wie Sie sich richtig von den Kollegen verabschieden.

Sie haben gekündigt, um eine neue Stelle anzutreten. Der letzte Arbeitstag ist angebrochen. Nun wird es Zeit, sich mit einigen möglichst freundlichen Worten von den Kolleginnen und Kollegen zu verabschieden. Doch wenn man dann vor dem Bildschirm sitzt, fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden. Mit diesen Tipps fällt es leichter, den Kollegen "Auf Wiedersehen" zu sagen.

Der Grund ist entscheidend

Wie eine Abschiedsmail aussehen sollte, hängt von den Gründen ab, die Anlass des Abschieds sind. Es gibt positive Beweggründe - Wechsel in den Ruhestand, Karrieresprung, eher neutrale Gründe - Umstrukturierung im Unternehmen und man verlässt die Firma "im Guten" oder negative Anlässe - Entlassung, Trennung "im Bösen".

Kurze Mail bei negativen Gründen

Am kürzesten wird die Mail bei negativen Gründen für den Abschied sein. Schreiben Sie lediglich die Fakten. Verzichten Sie aber darauf, nochmal nachzutreten. Die Mail könnte dann etwa so aussehen:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wie viele von Euch wissen, habe ich heute meinen letzten Arbeitstag in der [Name der Firma]. Ich stelle mich nun neuen Herausforderungen und bedanke mich bei Euch allen – Ihr wart nette Kolleginnen und Kollegen. Von einigen werde ich mich noch persönlich verabschieden – bei allen ist dies leider nicht möglich. Darum wünsche ich Euch auf diesem Weg alles Gute. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann wieder."

Wehmut und Freude bei positiven Gründen

Wenn man die Stelle wechselt, weil man einen Schritt nach vorne macht, ist das ein Grund zur Freude. Das muss man auch in seiner Abschiedsmail nicht verhehlen. Andererseits hat man doch eine mehr oder weniger lange Zeit mit den Kolleginnen und Kollegen verbracht und wird zumindest den einen oder anderen vermissen.

Tenor einer Abschiedsmail sollte hier der bekannte Satz von dem lachenden und dem weinenden Auge sein. Gerne kann man diese Formulierung auch an den Anfang stellen. Auch darf diese Mail durchaus länger ausfallen. Eine nette Anekdote kann der Mail den richtigen Schwung geben. Aber achten Sie bei der Auswahl darauf, dass in Ihrer Geschichte kein Kollege "in die Pfanne gehauen wird". Das könnte der Mail einen Touch geben, der bei den meisten nicht gut ankommt. Die Mail könnte etwa so aussehen:

Abschiedsmail

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nun ist es also so weit. Ich habe gerade meinen Schreibtisch auf- und ausgeräumt und möchte mich nun von Euch verabschieden. Zugegeben – ich freue mich auf meine neuen Aufgaben und Herausforderungen. Aber auf der anderen Seite habe ich doch so viele Jahre hier verbracht und so viele nette Menschen kennengelernt (damit meine ich Euch), dass es doch nicht so ganz leicht fällt, loszulassen.

Während ich das hier schreibe, muss ich auch an die eine oder andere lustige Episode denken, etwa die, als ich bei unserer Bootstour während des Betriebsausflugs über Bord ging (worüber ich allerdings auch erst nach einiger Zeit lachen konnte). Auch die Zusammenarbeit mit Euch werde ich bestimmt vermissen. Aber wie sagt der Volksmund? "Jede Reise hat ein Ende – aber die Erinnerung daran ist unvergänglich". Meine Reise hier ist nun zu Ende – aber ich werde die Zeit mit Euch in guter Erinnerung behalten."

Tipps für die Abschiedsmail

Wenn Sie eine Abschiedsmail schreiben, sollten Sie sich an folgende Tipps halten:

  • Verabschieden Sie sich mit einem etwas traurigen Blick zurück und einem freudigen Blick in die Zukunft. Nach dem Prinzip "weinendes und lachendes Auge".
  • Sie gehen, also müssen nicht mehr alte Wunden aufgerissen werden – verabschieden Sie sich im Tenor neutral oder positiv.
  • Übertreiben Sie nicht. Übersteigerte Lobeshymnen auf die Kolleginnen und Kollegen sind unglaubwürdig.
  • Humor ist erwünscht – wenn dadurch der oder die Empfänger nicht angegriffen werden. Am besten nehmen Sie sich selbst ein wenig auf die Schippe.
  • Kontaktversprechen können meist nicht gehalten werden. Darum sollte man darauf in der Abschiedsmail verzichten und nur mit ausgesuchten Kolleginnen und Kollegen den direkten Kontakt suchen.
  • Schreiben Sie die Mail nicht am Tag des Abschieds sondern vorher, damit man sie nochmal überdenken und auch einer anderen Person vorlegen kann. Bedenken Sie, dass gerade Ihre letzte Mail lange in Erinnerung bleiben wird.

Mehr zum Thema
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten