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Sicherheitslücken auf dem Computer schließen Datenschutz: Sieben Sicherheitstipps für den PC

Ob Kleinstbetrieb oder mittelständisches Unternehmen – jeder Handwerksbetrieb kann Opfer von Datendiebstahl werden, wenn die Computer nicht ausreichend geschützt sind. Sieben Tipps können helfen, die Betriebsdaten vor Dritten besser zu schützen.

Die Schreckensmeldung des millionenfachen Passwortdiebstahls ist erst wenige Wochen her. Datenklau kommt in der heutigen vernetzten Welt immer häufiger vor. Darüber hinaus sind viele Computer von kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben nicht ausreichend gegen die Risiken der Online-Welt geschützt.

Kriminelle haben so ein leichteres Spiel, an die zum Teil sensiblen Daten zu kommen. Beispielsweise können geschäftliche Transaktionen manipuliert und sogar ganze Konten gesperrt werden. Auch das Einkaufen in Online-Shops auf Ihren Namen ist im Zuge des Datendiebstahls keine Seltenheit. Umso wichtiger wird das Thema Datenschutz im Betrieb und den dienstlich genutzten Rechner.

Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Sicherheit und Informationstechnik sieben Tipps für mehr Datenschutz veröffentlicht. Sie unterteilen sich in Kernmaßnahmen und ergänzende Maßnahmen. Für Betriebsinhaber sind diese Maßnahmen einfach umzusetzen.

Alle sieben Tipps kurz und knapp im Überblick:

  1. In regelmäßigen Abständen müssen auf dem PC bereitgestellte Sicherheitsupdates installiert werden. Für jedes Betriebssystem werden die Updates bereitgestellt. Sie können über die Funktion „Automatische Updates“ eingestellt werden. Diese Funktion kann man unter dem Menüpunkt "Optionen" oder "Einstellungen".
2. Setzen Sie ein Virenschutzprogramm ein und aktualisieren Sie dieses regelmäßig, idealerweise über die Funktion "Automatische Updates".

3. Verwenden Sie eine Personal Firewall. Diese ist in den meisten modernen Betriebssystemen bereits integriert und soll Ihren Rechner vor Angriffen von außen schützen. Die Firewall kontrolliert alle Verbindungen des Rechners in andere Netzwerke und überprüft sowohl die Anfragen ins Internet als auch die Daten, die aus dem Internet an Ihren Rechner gesendet werden.

4. Seien Sie zurückhaltend mit der Weitergabe persönlicher Informationen. Misstrauen ist angebracht. Klicken Sie nicht automatisch auf jeden Link oder jeden Dateianhang, der Ihnen per E-Mail gesendet wird. Überprüfen Sie gegebenenfalls telefonisch, ob der Absender der Mail authentisch ist. Wenn Sie Software herunterladen möchten, dann sollten Sie dies möglichst ausschließlich von der Webseite des jeweiligen Herstellers tun.

5. Die Wahl eines modernen Internet-Browsers ist entscheidend für den Datenschutz. Der Browser sollte Sicherheitsmechanismen wie beispielsweise eine „Sandbox“. Damit lassen sich auch Anwendungen starten, ohne dabei befürchten zu müssen, dass sie schädliche Auswirkungen auf das Betriebssystem haben. Konsequent umgesetzt wird dieser Schutz gegenwärtig zum Beispiel von Google Chrome. Zudem sollte der Browser über einen Filtermechanismus verfügen, der Sie vor schädlichen Webseiten warnt, bevor Sie diese ansurfen.

6. Sichere Passwörter gehören zu den obersten Geboten beim Datenschutz. Für jeden Online-Dienst (E-Mail, Online-Banking, Foren, Soziale Netzwerke) müssen jeweils andere und sichere Passwörter benutzt werden. Passwörter sollten dabei aus einer Kombination aus Zahlen und Buchstaben bestehen. Nicht verwendet werden sollte das eigene Geburtsdatum oder das von Angehörigen. Auch der abgekürzte Vor- und Nachname wird von Experten des BSI nocht empfohlen.

7. Bei Verwendung eines WLAN (Wireless Lan, Drahtlosverbindung) sollte stets mit dem Verschlüsselungsstandard WPA2 gearbeitet werden. Verwenden Sie für geschäftliche, finanzielle Transaktionen niemals offene und ungeschützte Drahtlosverbindungen. Das Risiko des Datendiebstahls wird so nochmals erhöht. dhz

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