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Italien Das Leben aufsaugen

Padua im Norden Italiens hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Besucher können aber auch einfach den Tag in den diversend Bars und Cafés vertrödeln und es sich gut gehen lassen.

Das Leben aufsaugen
Der Prato della Valle - einer der größten Plätze Europas. -

Wenn die Hauptstadt Rom heißt, ist es für andere schwierig, die älteste Stadt des Landes zu werden. Die norditalienische Stadt Padua ist zumindest eine der ältesten Städte Italiens. Der Sage nach wurde sie 1184 vor Christus gegründet. Der Vorteil gegenüber Rom: Fast alles lässt sich zu Fuß erreichen. Ob Besucher nun die zahlreichen Sehenswürdigkeiten abklappern wollen oder einfach nur die typisch italienische Atmosphäre in der Stadt aufsaugen – es gilt jede Minute auszukosten.

Von Piazza zu Piazza

Da die Laufwege in der Altstadt kurz sind, reicht in der Regel ein Wochenende, um einen Eindruck zu gewinnen. Dabei lohnt es sich fast immer, auch noch um die nächste Ecke zu gehen.

So ist etwa der Prato della Valle einen Besuch wert. Als einer der größten Plätze Europas findet auf ihm jeden Samstag einer der größten Märkte Europas statt. Dort gibt es von Schuhen bis zum Apfel alles zu erschwinglichen Preisen. Nicht weit davon befindet sich die berühmte Basilica di San Antonio, die aufgrund ihrer Größe und schmuckvollen Verzierungen sogar Kirchenmuffel beeindrucken wird.

Im Palazzo della Ragione aus dem 13. Jahrhundert, im Herzen der Altstadt, bietet sich ein Mittagssnack an. In den alten Gemäuern im Erdgeschoss befindet sich die Markthalle der Stadt. Anschließend noch einen Espresso in einer der zahlreichen Bars auf der direkt anschließenden Piazza dell’ Erbe – denn mittags haben die meisten Geschäfte ohnehin zu. Hinter dem Palazzo befindet sich bereits der nächste sehenswerte Platz: Die Piazza dei Frutti, an den die Piazza dei Segnori angrenzt. Wer Lust auf ein Eis hat, sollte hier in der Eisdiele „Grom“ zuschlagen. Auch das Hauptgebäude der Universität, der Palazzo del Bo‘ aus dem 16. Jahrhundert, ist einen Besuch wert. Um jedoch einen Einblick in die berühmte Anatomie-Aula zu bekommen, müssen Besucher eine Führung buchen. Wenige Meter vom Palazzo entfernt, befindet sich das älteste Café der Stadt, das Café Pedrocchi. Im edlen Ambiente finden dort häufig Konzerte statt.

Abstecher nach Venedig

Wenn es auf den Abend zugeht, sollte man den „Aperetivo“ nicht verpassen. In den meisten Bars bekommt man zu einem Sprizz oder Bier kleine Häppchen gereicht. Besonders schön ist die Atmosphäre in einer der Bars in den engen Gassen des ehemaligen jüdischen Viertels. Gute Pizza gibt es anschließend in der Pizzeria Stecca, die in den Räumen eines ehemaligen Bordells beheimatet ist. Und wer Zeit hat, kann einen Abstecher nach Venedig machen – denn das ist nur 45 Minuten Zugfahrt entfernt.

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