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18 Modelle beim ADAC im Test Darauf sollten Sie beim Kauf einer Wallbox achten

Wer sein E-Auto in der heimischen Garage laden möchte, benötigt eine Wallbox. Welche Hersteller die besten Stromtankstellen anbieten, weiß der ADAC.

Elektroautos sind die neuen Imageträger der Automobilindustrie. Wer sich ein solches Fahrzeug kaufen möchte, benötigt eine sogenannte Wallbox, um es in der heimischen Garage aufzuladen. Beim ADAC wurden im vergangenen November und kürzlich im August 18 Modelle begutachtet.

Elf von ihnen wurden mit sehr gut oder gut bewertet. Testsieger waren die ABL eM H1 (Note 1,0), die dem ADAC für 864,58 Euro geliefert wurde, und die Heidelberg Wallbox Home Eco (Note 1,1), die 524,39 Euro kostete. Getestet wurden Ladezuverlässigkeit, Bedienung und Sicherheit.

Wallboxen sind meist beim Händler erhältlich, der das E-Auto verkauft. Doch inzwischen gebe es auch viele Angebote auf dem freien Markt. Je nach Ladeleistung und Ausstattung kostet eine Wallbox zwischen 500 und 2.500 Euro. Im Online-Handel seien einige Bausätze sogar schon um die 300 Euro erhältlich.

Hinzu kommen immer die Kosten für die Installation. Denn der Anschluss einer Wallbox ans Hausnetz sei absolut nichts für Hobbybastler und darf nach den gültigen Rechtsvorschriften nur von einer zertifizierten Elektrofachkraft ausgeführt ­werden. ste

Checkliste

  • Zu empfehlen ist eine 3-phasige 11-kW-Wallbox. Diese kann E-Autos 1-phasig, 2-phasig und 3-phasig „netzdienlich“ laden, das heißt, dass Überlastungen des Stromnetzes vermieden werden. Sie benötigt deshalb keine Genehmigung durch den Netzbetreiber.
  • Hilfreich ist ein fest an der Wallbox angebrachtes Ladekabel. Dies erhöht den Komfort und das serienmäßige Ladekabel ist im Kofferraum immer dabei.
  • Im Falle einer Störung oder eines Defekts sollte ein kompetenter Kundendienst schnell verfügbar sein.
  • Ladeeinrichtungen für Elektrofahr­zeuge mit Bemessungsleistungen > 3,6 kW müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden.
  • Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge, deren Summen-Bemessungsleistung 12 kW je Anlage überschreitet, benötigen die Zustimmung des Netzbetreibers und müssen eine Möglichkeit zur Steuerung/Regelung (z.B. in 10-%-Schritten), eine intelligente zeitliche Steuerung oder Regeleinrichtungen zur Netzintegration über eine Unterbrechbarkeit durch den Netzbetreiber aufweisen.
  • Der Anschlussnehmer muss dem Netzbetreiber für jede anmeldepflichtige Ladeeinrichtung das ausgefüllte „Datenblatt für Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge“ zur Verfügung stellen.
  • Die Erfüllung der Anforderungen für Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge muss mittels Konformitätserklärung nachgewiesen werden.

Quelle: ADAC

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