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Maßnahmen zur Begrenzung der Coronaviruskrise Coronavirus: Fielmann stellt Verkauf auf Notbetrieb um

Viele Unternehmen stellen aufgrund der Corona-Krise auf Notbetrieb um. So jetzt auch die Optiker-Kette Fielmann. Es werde sich auf die Notfallversorgung beschränkt und der normale Verkauf eingestellt.

Fielmann stellt den Verkauf ab dem 20. März in seinen Läden wegen der Corona-Pandemie auf einen Notbetrieb um. Neben den durch die Behörden verordneten Schließungen in Italien, Österreich und Slowenien werden auch alle Niederlassungen in Deutschland und der Schweiz ihren Regelbetrieb vorübergehend einstellen.

Notfalldienst weiterhin gewährleistet

"Durch diese Begrenzung des Geschäftsbetriebes trägt Fielmann zum Infektionsschutz bei, kommt gleichzeitig durch eine Notfallversorgung der Bevölkerung seiner gesetzlichen Verpflichtung als Gesundheitsversorger nach: Der Notfalldienst, insbesondere für systemrelevante Berufsgruppen wie zum Beispiel Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Polizei, Feuerwehr, Lebensmittelversorgung etc., wird über eingeschränkte Öffnungszeiten und besondere Vorkehrungen gewährleistet", hieß es in der Mitteilung. Der normale Verkauf werde eingestellt, mit Ausnahme der Versandmöglichkeiten für Kontaktlinsenkunden. Fielmann verkaufte im vergangenen Jahr 8,28 Millionen Brillen. Das Unternehmen betreibt insgesamt 776 Niederlassungen im In- und Ausland und beschäftigt 20.400 Mitarbeiter.

Die Schließung der Niederlassungen sei mit einem erheblichen Geschäftsrisiko verbunden. "Wie lange und umfassend unsere Geschäfte geschlossen bleiben, ist derzeit nicht absehbar. Die weitere Entwicklung ist in hohem Maße von politischen Entscheidungen und deren Wirksamkeit abhängig", hieß es. Als Familienunternehmen stehe Fielmann zu seinen Mitarbeitern und habe für alle Augenoptiker und Hörakustiker eine Arbeitsplatzgarantie ausgesprochen. Zudem werde man das beantragte Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent aufstocken. dpa

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