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Geförderte Unternehmensberatung Coronabedingte Beratung: BAFA-Fördermittel bereits aufgebraucht

4.000 Euro Förderung konnten sich von der Corona-Krise betroffene KMU vom BAFA sichern, wenn sie dafür eine Unternehmensberatung in Anspruch nahmen. Erst Anfang April war das Programm an den Start gegangen, nach nicht einmal zwei Monaten ist der Fördertopf bereits aufgebraucht. Diese Alternativen bietet das BAFA.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Coronavirus

Die Corona-Krise hat den Arbeitsalltag vieler Handwerksbetriebe auf den Kopf gestellt. In kürzester Zeit mussten Maßnahmen zum Infektionsschutz vorgenommen, die Liquidität gesichert, Prozesse digitalisiert und teils auch neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Guter Rat war dabei Gold wert, auch was die strategische Ausrichtung für die Zeit nach der Pandemie betrifft. Um kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern den Zugang zu Beratungsleistungen zu erleichtern, brachte das Bundeswirtschaftsministerium deshalb Anfang April ein BAFA-Förderprogramm an den Start.  Von der Krise betroffene Betriebe konnten sich bis zu 4.000 Euro sichern. Ein Eigenanteil war – anders als bei vergleichbaren BAFA-Förderungen – nicht nötig, lediglich die Umsatzsteuer musste bezahlt werden.

Am 26. Mai teilte das BAFA nun mit, die Fördermittel seien ausgeschöpft. "Die Nachfrage nach dieser Förderung hat alle Erwartungen weit übertroffen. Mehrere zehntausend Unternehmen haben Anträge gestellt", heißt es in einer Pressemitteilung. Zusätzliche Mittel könnten nicht zur Verfügung gestellt werden. Damit wird das Corona-Sondermodul, das eigentlich bis Ende des Jahres laufen sollte, vorzeitig eingestellt.

Alternative BAFA-Programme nur mit Eigenanteil

Das BAFA verweist deshalb auf die weiteren Module zur Förderung unternehmerischen Know-hows. Diese stünden Unternehmern weiterhin unverändert zur Verfügung. Anders als beim Corona-Programm müssen Betriebe hierbei jedoch einen Eigenanteil von 20 bis 50 Prozent tragen, zudem ist der Förderzuschuss auf maximal 3.200 Euro begrenzt.   

Das im Juni 2019 eingeführte BAFA-Programm fördert Leistungen von qualifizierten Beratern bzw. Beratungsunternehmen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Betriebe in Schwierigkeiten können außerdem einen Beratungszuschuss zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Eingetragene Handwerksbetriebe können darüber hinaus kostenlose Unterstützung von den Betriebsberatern der Handwerkskammer erhalten.

Weitere Informationen zum BAFA-Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" finden Sie hier: www.bafa.de

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