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Claudia Buch wird Wirtschaftsweise

Eine Frau löst eine Frau ab im Rat der "Wirtschaftsweisen": Nachdem Beatrice Weder di Mauro überraschend aussteigt, kommt die Professorin Claudia Buch in das Gremium.

Die Tübinger Professorin Claudia-Maria Buch wird neue Wirtschaftsweise. Das Bundeskabinett hat beschlossen, sie dem Bundespräsidenten Christian Wulff als Nachfolgerin von Beatrice Weder di Mauro vorzuschlagen. Buch soll ihr Amt am 1. März antreten. Mit ihr "gewinnt der Sachverständigenrat erneut eine anerkannte Ökonomin und ausgewiesene Expertin für internationale Finanzmärkte", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) soll die Politik beraten, ist in seinem Beratungsauftrag aber unabhängig. Seine Mitglieder werden für jeweils fünf Jahre berufen.

Die 43-jährige Buch ist Direktorin des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen (IAW), Professorin an der Universität Tübingen und Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie ist erst die zweite Frau im SVR.

Die Schweizerin Beatrice Weder di Mauro stellte sich überraschend nicht zur Wiederwahl, weil sie zur Züricher Großbank UBS wechselt.

"Hervorragende Wissenschaftlerin"

Der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Wolfgang Franz, begrüßte den Beschluss des Kabinetts. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Buch", sagte er dem "Handelsblatt". "Sie ist nicht nur eine hervorragende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Finanzmarktanalyse und der internationalen Makroökonomik, sondern sie weist auch Erfahrungen in der wissenschaftlichen Politikberatung auf", sagte Franz. Gerade auf diesen Gebieten sei der Beratungsbedarf der Bundesregierung derzeit ausgesprochen groß.

Die weiteren Mitglieder des Sachverständigenrats sind neben Franz: Lars Feld, Peter Bofinger und Christoph Schmidt. dapd

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