Stuttgart -

Antrittsbesuch Bundespräsident besucht Stuttgarter Hoppenlau-Schule

Bei seinem Antrittsbesuch in Baden-Württemberg stand für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Besuch der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau in Stuttgart auf dem Programm.

Mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn machte er sich ein Bild von der Integrationsarbeit für Geflüchtete, von der vor allem Handwerksbetriebe profitieren.

Großer Bahnhof im Stuttgarter Westen

Morgens um acht fährt die Eskorte mit Polizeimotorrädern vor. Mittendrin eine schwarze, gepanzerte Limousine. Sie biegt in die Seidenstraße ein und hält vor der ältesten Berufsschule Stuttgarts. Plötzlich steht ein gutgelaunter Bundespräsident auf den Eingangstreppen. Ein unvergesslicher Tag nimmt seinen Lauf.

„Den Besuch des Bundespräsidenten haben wir wochenlang vorbereitet“, erzählt Andreas Baitinger, der stellvertretende Schulleiter. Räume, Abläufe, Sicherheit, Personen – einfach alles war vom Bundes- und Landeskriminalamt und dem Bundespräsidialamt genauestens unter die Lupe genommen worden.

Selbst Sprengstoffhunde hatten das Gebäude geprüft. Und dann ist es so weit: Frank-Walter Steinmeier begrüßt staatsmännisch korrekt im Schulfoyer die etwas nervösen Vertreter der Schule, die Lehrkräfte und vor allem die Schüler. Schuldirektor Gerald Machner gibt die wichtigsten Infos zur Schule.

„Der Lehrbetrieb muss weiterlaufen“, das war die Devise der Schulleitung und das war gut so. Denn dem Bundespräsidenten standen und saßen gut vorbereitete Azubis und Schüler gegenüber. Auch Joachim Feinauer nutzte die Gelegenheit. Der Konditormeister und technische Oberlehrer an der Schule demonstrierte die Innovationsbemühungen im Konditorenhandwerk. Unter Einsatz eines 3-D-Druckers wurde an der Schule die Praline 4.0 kreiert – das war auch für den hohen Besuch etwas völlig Neues.

Steinmeier wurde überschüttet mit Infos zur überbetrieblichen Ausbildung, zum Blockunterricht, mit Fragen zur Asylproblematik und dem Thema Integration von Geflüchteten. Da war Zuhören wichtig. Diplomatisch und clever parierte er alle Fragen und hatte viel Wertschätzung übrig für die vorbildliche Arbeit an der Schule. Sein Fazit: „Integration von Menschen gelingt, wenn die Haltung stimmt. Hier finde ich die richtige Haltung – das begeistert mich.“ Der große Applaus, der der Delegation beim Verlassen der Schule nachhallte, war dann der Gegenbeweis für die Wertschätzung der Politiker.

Eine Bildergalerie des Besuchs finden Sie unter facebook.com/hwkstuttgart

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