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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Bürger müssen sich an hohe Spritpreise gewöhnen

Die Bundesbürger müssen sich nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung an hohe Spritpreise gewöhnen.

"Dass Tanken eines Tages wieder deutlich günstiger wird, ist eine Illusion", sagte DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Es sei nicht auszuschließen, dass der Ölpreis deutlich sinke, sobald sich der Dollar wieder stabilisiert habe, betonte Kemfert. "Allerdings: Langfristig müssen sich die Verbraucher ohnehin auf hohe Spritpreise einstellen. Öl wird immer knapper – und damit auch teurer."

Staatliche Höchstpreise nach luxemburgischen Vorbild, wie von Politikern gefordert, lehnte Kemfert ab: "Wer Markt und Wettbewerb will, darf nicht die Preise vom Staat diktieren lassen", sagte sie. Und fügte hinzu: Hohe Ölpreise bedeuteten immer auch ein Signal, dass in Sachen Mobilität grundlegend umgesteuert werden muss – weg vom Öl, hin zu alternativen Antriebstechniken. Kemfert forderte von der Bundesregierung ein "neues nachhaltiges Mobilitätskonzept".

ddp

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