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Weiterer Preisanstieg Brot- und Backwaren deutlich teurer

Gestiegene Getreide- und Energiepreise machten weitere Anhebungen unausweichlich, teilte der Verband Deutscher Großbäckereien mit. Auch Butter, Nüsse und Mandeln seien deutlich teurer geworden.

Die Höhe des weiteren Preisanstiegs für Brot bezifferte Verbandspräsident Helmut Klemme im einstelligen Prozentbereich. Seit der zurückliegenden Preisrunde im Sommer hatte sich beispielsweise Roggenbrot im Schnitt bereits um knapp fünf Prozent oder rund zehn Cent je Kilo verteuert. Bei Gebäck wie Buttercroissants fiel die Preisanhebung mit 16 Cent je Kilo höher aus, weil hier Butter und Mehl rund drei Viertel der Zutaten ausmachen.

Trotz der Anhebungen auch bei anderen Nahrungsmitteln seien die Lebensmittelpreise in Deutschland unterm Strich aber weiter die niedrigsten in Europa und um rund sechs Prozent günstiger als im EU-Durchschnitt zu haben, betonte Klemme. Allerdings nähmen die Verbraucher Preiserhöhungen hier anders wahr, weil es sich um Güter des täglichen Bedarfs handele. Der Anteil der Lebensmittel am Gesamtbudget eines Durchschnittshaushalts liege bei rund elf Prozent, der Anteil der Broterzeugnisse bei nur zwei Prozent.

In der Backwarenbranche selbst rechnen die Großbäcker, also die Filial- und Lieferbäckereien, weiter mit Zuwächsen zulasten der kleinen, selbstständigen Bäckereien. Der Anteil des Lebensmitteleinzelhandels am Verkauf von Brot- und Backwaren wird
nach ihrer Schätzung von jetzt rund 60 Prozent in den nächsten fünf Jahren weiter auf bis knapp unter 70 Prozent wachsen. Grund sei, dass die Verbraucher möglichst viele Lebensmittel-Einkäufe zentral an einem Ort tätigten. Davon profitierten Filialbäckereien in den Verbrauchermärkten und Discountern.

ddp

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