Mobilität -

Verkehrskontrollen Blitzmarathon 2016: Die Standorte der Radarfallen

Autofahrer aufgepasst: Am 21. April gibt es beim Blitzmarathon 2016 wieder verstärkt Geschwindigkeitskontrollen. Rund 20 EU-Staaten nehmen teil. Fünf deutsche Bundesländer haben dagegen ihre Teilnahme abgesagt. Das sind die Standorte der Radarfallen in Deutschland.

Am 21. April startet die Polizei den nächsten Blitzmarathon. Zwischen 6 und 22 Uhr müssen sich Autofahrer in vielen Bundesländern auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen einstellen. Im Vergleich zu 2015 ist die Aktion damit nicht mehr bundesweit auf 24 Stunden ausgelegt. Eine Ausnahme: Bayern hat angekündigt den Blitzmarathon bis 6 Uhr am Freitag auszudehnen.

Blitzer vor allem an Unfallschwerpunkten

Die Teilnahme der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen steht fest. Hier kommt es aufgrund des Mottos des Blitzmarathon 2016 "Unfallopfer – Wir geben der Gefahr ein Gesicht", vor allem an Unfallschwerpunkten zu verstärkten Verkehrskontrollen. Wobei das Hauptaugenmerk laut bayerischem Innenministerium auf den Landstraßen liegt.  

Fünf Bundesländer nehmen am Blitzmarathon 2016 gar nicht teil. Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bremen haben ihre Teilnahme abgesagt. Als Gründe nennen die Länder unter anderem zu hohen Aufwand und Personalmangel. Noch offen ist dagegen die Teilnahme von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland.

Blitzmarathon als Präventionsmaßnahme

2015 wurden beim Blitzmarathon in Deutschland mehr als 91.000 Raser erwischt. Den offiziellen Angaben zufolge waren demnach rund drei Prozent der kontrollierten Fahrzeuge (über 3,2 Millionen) zu schnell unterwegs. Laut einer EU-Statistik ist im vergangenen Jahr die Zahl der Verkehrstoten in Europa erstmals seit 14 Jahren wieder gestiegen. 2015 starben 26.000 Menschen in der EU im Straßenverkehr. Unangepasste Fahrweise oder zu schnelles Fahren gelten als häufigste Ursachen für schwere Verkehrsunfälle. Der Blitzmarathon soll deshalb als Präventionsmaßnahme gegen schwere Unfälle dienen.

Befürworter und Kritiker

Die Meinungen über diese Maßnahme gehen jedoch auseinander. Der ADAC beispielsweise unterstützt die Aktion mit dem Verweis auf die hohen Opferzahlen im Straßenverkehr. Außerdem seien die Kontrollstellen vorab bereits bekannt. Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland, kritisiert hingegen die verstärkten Kontrollen."Der Blitzmarathon ist eine fragwürdige Show, die unter dem Vorwand der Verkehrssicherheit für millionenhohe Geldeinnahmen sorgt und zudem einen enormen Personaleinsatz verursacht", heißt es in einer Pressemitteilung von Mobil in Deutschland. end

In der Übersicht: Hier stehen die Radarfallen

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