Steuerlexikon -

Betriebs- und Unternehmensvermögen

Zur Unterscheidung zwischen Betriebsvermögen und Unternehmensver­mögen: Wird beispielsweise ein Pkw gekauft, der kaum betrieblich genutzt wird, dürften sich die Pkw-Kosten wegen des zu versteuernden Privatanteils kaum oder gar nicht auf den laufenden Gewinn aus­wirken.

Bei einer betrieblichen Nutzung von weniger als 50 Prozent kann der Unternehmer darauf verzichten, den Pkw seinem Betriebsvermögen zuzuordnen. Folge: Der Pkw taucht in diesem Fall weder in der Bilanz noch im Anlageverzeichnis noch in der Gewinnermittlung bei den Betriebsausgaben auf.

Der Begriff Betriebsvermögen bezieht sich einzig und alleine auf die ertragsteuerliche Betrachtung. Der Pkw kann jedoch dem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen zugerechnet werden.

Der Begriff Unternehmensvermögen bezieht sich rein auf die Umsatzsteuer. Die Zuordnung – nur bei einer mindestens zehnprozentigen Nutzung des Gegenstandes für den Betrieb – führt dazu, dass der Unternehmer die Vorsteuer aus dem Kaufpreis des Gegenstandes erstattet bekommt. Im Gegenzug muss er zwar Umsatzsteuer für die Privatnutzung bezahlen. Unterm Strich winkt jedoch ein Finan­zierungs- und Liquiditätsvorteil.

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