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Steuer aktuell Betriebsveranstaltung: So ermitteln Sie die Pro-Kopf-Kosten

Sitzen Sie schon an der Planung für die Weihnachtsfeier, sollten Sie steuerlich optimal planen. Denn die Kosten für einen Arbeitnehmer sollten nicht über 110 Euro liegen – sonst geht der Vorsteuerabzug verloren. Die Bundesregierung hat sich aktuell dazu geäußert, wie die Teilnehmerkosten für eine Betriebsveranstaltung ermittelt werden.

Wer bereits seine Weihnachtsfeier plant, sollte darauf achten, dass die Kosten für einen Arbeitnehmer für die Feier nicht über 110 Euro liegen. Denn sonst fällt für den übersteigenden Betrag Lohnsteuer an und der Vorsteuerabzug geht verloren. Nun hat sich die Bundesregierung dazu geäußert, wie die Teilnehmerkosten für eine Betriebsveranstaltung ermittelt werden.

Der Bundesregierung wurden zur steuerlichen und zur sozialversicherungsrechtlichen Behandlung die beiden folgenden Fragen zur Beantwortung vorgelegt:

Pro-Kopf-Kosten für betriebsfremde Teilnehmer?

Frage 1: Wie werden die Pro-Kopf-Kosten der Arbeitnehmer ermittelt, wenn an der Feier auch Personen teilnehmen, die nicht Mitarbeiter sind?

Antwort der Regierung (BT-Drucksache 18/5768 vom 14.8.2015 zu Frage 26): Die Gesamtaufwendungen einer Betriebsveranstaltung werden zu gleichen Teilen auf alle bei der Betriebsveranstaltung anwesenden Teilnehmer, einschließlich betriebsfremder Teilnehmer aufgeteilt.

Beispiel: Die Ausgaben für die Weihnachtsfeier 2015 kalkulieren Sie mit 3.000 Euro. An der Feier nehmen 20 Arbeitnehmer und 10 Geschäftsfreunde teil. Folge: Die Ausgaben pro Kopf betragen 100 Euro. Es fällt somit keine Lohnsteuer an und der Vorsteuerabzug ist gerettet.

Was ist mit Sozialversicherungsbeiträgen?

Frage 2: Müssen für einen Arbeitnehmer wegen Überschreitung der 110-Euro-Grenze anlässlich einer Betriebsveranstaltung neben Lohnsteuer auch Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden?

Antwort der Regierung (BT-Drucksache 18/5768 vom 14.8.2015 zu Frage 26): Das kommt darauf an! Führt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer die Lohnsteuer ab, muss der Arbeitgeber auch Sozialversicherungsbeträge einbehalten und abführen. Übernimmt dagegen der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal nach § 40 Abs. 2 Nr. 1 EStG, entsteht aufgrund der Pauschalierung keine Sozialversicherungspflicht. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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