Betriebsprüfung -

Steuer aktuell Betriebsprüfung: Das sind die typischen Steuer-Stolpersteine

Bei Prüfungen des Finanzamts wiederholen sich immer wieder dieselben Beanstandungen. Hier ein Überblick zu den häufigsten Steuer-Stolpersteinen, die es zu vermeiden gilt. Kommt es aufgrund einer Betriebsprüfung zu Steuernachzahlungen, schlagen auch die Nachzahlungszinsen zu Buche.

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Und das mit 6 Prozent. Telefoniert ein Unternehmer mit seinem betrieblichen Handy auch privat, muss er hierfür seinen Gewinn um eine Entnahme korrigieren (erhöhen). Denn anders als bei Arbeitnehmern sind Privattelefonate mit betrieblichen Telefonen nicht steuerfrei. Ausweg: Geschätzte zwischen 15 Prozent und 20 Prozent der Telefon- und Handykosten dem Gewinn als Privatentnahme zurechnen.

Verblasste Belege kippen Vorsteuerabzug

Nicht selten findet der Prüfer des Finanzamts verblasste Thermobelege vor, wenn er prüfen möchte, ob die im Handwerksbetrieb eingegangenen Rechnungen vorsteuertauglich sind. Folge: Ist die Rechnung nicht mehr leserlich, geht der Vorsteuerabzug verloren. Ausweg: Sicherheitskopien oder Scans von Thermobelegen machen und aufbewahren.

Trinkgelder an den Chef sind steuerpflichtig

Ist ein Handwerker Friseur ohne Angestellte, ist es nicht glaubwürdig, wenn er keinen Cent seiner Trinkgelder versteuert. Das Besondere am Trinkgeld: Bei Angestellten ist das Trinkgeld steuerfrei, bei Unternehmern dagegen erhöhen Trinkgelder den Gewinn und sind zudem noch umsatzsteuerpflichtig. Um Rückfragen oder Zuschätzungen des Finanzamts zu verhindern, sollten Unternehmer Trinkgelder getrennt von den in Rechnung gestellten Umsätzen offen als Betriebseinnahme ausweisen.

Tipp: Ein Garant für eine Feststellung des Prüfers sind auch fein säuberlich geführte Fahrtenbücher für Firmenwagen. Sind diese zu ordentlich, drängt sich der Verdacht auch, dass die Aufzeichnungen nachträglich gefertigt wurden und nicht zeitnah. Folge ist die Unwirksamkeit des Fahrtenbuchs und die Anwendung der 1 Prozent-Regelung für die Ermittlung des Korrekturbetrags für die Privatnutzung. Ausweg: Eselsohren und Fingerabdrücke stehen dem Fahrtenbuch also gut und signalisieren dem Prüfer, dass die Aufzeichnungen laufend und zeitnah erledigt wurden.

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv. dhz

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