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Firmenwagen, Pendlerpauschale und Co Wie Sie berufliche Fahrten optimal absetzen

Im Gegenzug können die Kosten aber nicht komplett abgesetzt werden. Es können nur Ausgaben für die nachgewiesenen betrieblichen Fahrten geltend gemacht werden. Das kann entweder über die Dienstreise-Pauschale von 30 Cent pro gefahrenem Kilometer oder mit dem individuellen Kilometersatz passieren, wenn dieser höher liegt und aus den Gesamtkosten des Autos vom Steuerzahler ermittelt wird.

Sonderregeln sind erlaubt

Soll der Wagen dennoch Betriebsvermögen werden, muss diese Zuordnung dokumentiert werden - am besten durch eine Mitteilung an das Finanzamt. Damit sind alle Kosten voll absetzbar, die private Nutzung muss jedoch erneut per Fahrtenbuch ermittelt und versteuert werden.

Allerdings gelten in diesem Fall für das Fahrtenbuch weniger strenge Regeln: Es reichen alle Aufzeichnungen, die die private und betriebliche Nutzung belegen. Das kann statt eines Fahrtenbuchs auch der Terminkalender oder jeder andere, geeignete Nachweis sein.

Wer den Firmenwagen zu weniger als zehn Prozent betrieblich nutzt, kann ihn nicht dem Betriebsvermögen zuordnen. Die tatsächlichen Kosten können damit auf keinen Fall als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Betrieblich veranlasste Fahrten können aber trotzdem steuerlich abgesetzt werden. Auch hier kommt entweder die Dienstreise-Pauschale zur Anwendung oder der Steuerzahler ermittelt die tatsächlichen Kilometerkosten und setzt eine entsprechende Kilometerpauschale an.

Bei der Pendlerpauschale Details beachten

Steuerliche Besonderheiten müssen aber auch Arbeitnehmer beachten, die die Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte als Werbungskosten absetzen wollen. Bei der Pendlerpauschale gibt es viele wichtige Detail zu beachten. So gilt sie zwar grundsätzlich für den kürzesten Weg. Ist dieser allerdings nicht der verkehrsgünstigste, greifen Ausnahmen. Anders sieht es aus, wenn ein Arbeitnehmer mehrmals am Tag zur Arbeit fahren muss. Er kann die Pendlerpauschale dann trotzdem nur einmal abrechnen. dhz

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