Recht + Steuern -

Steuertipp Berufskrankheit: So machen Sie Kosten steuerlich geltend

Nicht für jede medizinische Behandlung oder jedes Medikament übernehmen die Krankenkassen die Kosten – das kann teuer werden. Handelt es sich um eine Berufskrankheit, kann man die Kosten allerdings steuerlich geltend machen.

Haben Sie berufsbedingt gesundheitliche Probleme und damit verbunden hohe eigene Aufwendungen für Ärzte oder Medikamente, können Sie diese Kosten steuerlich geltend machen. Sie können entweder den Abzug einer außergewöhnlichen Belastung geltend machen oder Sie beantragen einen Betriebsausgaben- bzw. Werbungskostenabzug.

Berufskrankheit als "außergewöhnliche Belastung" geltend machen

Bei Beantragung einer außergewöhnlichen Belastung in der Steuererklärung, fällt die Rückerstattung oft geringer aus als erwartet. Denn das Finanzamt ermittelt nach § 33 EStG je nach Höhe der Einkünfte und dem Familienstand eine zumutbare Belastung. Und nur die Aufwendungen, die über dieser zumutbaren Belastung liegen, wirken sich steuersparend aus.

Konkret: Die eigenen Ausgaben für den Arzt liegen bei 6.000 Euro. Die vom Finanzamt ermittelte zumutbare Belastung bei 4.500 Euro. Als abziehbare außergewöhnliche Belastung werden dann nur 1.500 Euro geltend gemacht.

Betriebsausgaben oder Werbungskosten: Höhere Steuerersparnis

Wird dagegen eine Berufskrankheit attestiert, können die eigenen Ausgaben bei Unternehmern als Betriebsausgaben oder bei Arbeitnehmern als Werbungskosten steuerlich abgezogen werden – in voller Höhe.

Konkret: Eigene Ausgaben für den Arzt liegen bei 6.000 Euro, die abziehbare Betriebsausgaben/Werbungskosten liegen ebenfalls bei 6.000 Euro.

Steuertipp: Haben Sie also für Ihr Berufsbild typische gesundheitliche Probleme, sollten Sie unbedingt überprüfen lassen, ob nicht eine Berufskrankheit vorliegt. Wenn ja, lassen sich Ihre Zuzahlung steuerlich auf jeden Fall besser absetzen. dhz 

Im DHZ Steuerarchiv finden Sie weitere Steuertipps.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten