Dresden -

Willkommenslotsin Beraterin der Betriebe bei Fragen zu Flüchtlingen

Als Willkommenslotsin der Handwerkskammer Dresden ist Katja Lehmann die erste Ansprechpartnerin für Betriebe, die Antworten und Hilfestellungen suchen rund um die mögliche Ausbildung oder Einstellung eines Geflüchteten.

Immer mehr Geflüchtete bewerben sich auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Nach dem Abschluss eines Integrations- und Sprachkurses begeben sie sich jetzt verstärkt auf Jobsuche. „Wenn Firmen Bewerbungen von Flüchtlingen erhalten, stellen sich oftmals zahlreiche Fragen“, sagt Katja Lehmann.

Sie berät zu all diesen Fragen. Sie erläutert Möglichkeiten der Sprachförderung, klärt auf über Unklarheiten etwa in Bezug auf den Aufenthaltsstatus, hilft bei der Einschätzung eines Qualifikationsbedarfs und zeigt Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten auf.

„Die Anstellung eines Geflüchteten kann für Handwerksbetriebe einen erhöhten Arbeitsaufwand bedeuten“, so die Dresdnerin. „Ich nehme den Firmen ein Stück weit diesen Mehraufwand ab. Das heißt, ich setze mich mit Ausländerbehörden und Arbeitsagenturen in Verbindung, nehme Probleme auf und setze mich für Lösungsmöglichkeiten ein.“ Sowohl im Bewerbungsgespräch als auch in der Ausbildung steht sie Firmen mit Rat zur Seite.

Seit vier Jahren arbeitet Katja Lehmann verstärkt mit Flüchtlingen, seit mehr als einem Jahr als Willkommenslotsin der Handwerkskammer. Nach ihren Erfahrungen genießt das deutsche Handwerk unter den Geflüchteten einen exzellenten Ruf. „Mit dem Wissen, dass ihnen der Abschluss einer Ausbildung zahlreiche Türen öffnet und Karrieremöglichkeiten bietet, die ihnen ohne Zeugnis und Gesellenbrief in Deutschland für immer verschlossen bleiben, steigt ihre Motivation.“

Dabei seien die Sprachkenntnisse weiterhin das A und O bei einer erfolgreichen Integration der Geflüchteten, so die Expertin. „Die Sprachkenntnisse sind entscheidend sowohl für die Kommunikation am Arbeitsplatz als auch für das Verstehen und das Bestehen in der Berufsschule“, unterstreicht Katja Lehmann.

Sie versteht sich als Bindeglied zwischen den Handwerksbetrieben und den Geflüchteten, kooperiert mit den Berufsschulen insbesondere im ländlichen Raum und ist ebenso Ansprechpartnerin für Vereine und Gruppen, die sich ehrenamtlich für die Beschäftigung von Migranten einsetzen. „Darüber hinaus unterstütze ich Flüchtlinge, die die schulischen und persönlichen Voraussetzungen für eine Ausbildung im Handwerk erfüllen, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.“

Kontakt: Katja Lehmann, Tel. 0351/4640-995, E-Mail: katja.lehmann@hwk-dresden.de

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